Zwischen Cottbus und Lübbenau beginnt eines der größten Bahnprojekte der Region. Die Deutsche Bahn baut die rund 29 Kilometer lange Strecke zweigleisig aus. Ab dem 13. Dezember 2026 sperrt sie den Abschnitt deshalb für rund ein Jahr komplett. Ende 2027 soll das zweite Gleis in Betrieb gehen.
Zweites Gleis soll mehr Züge ermöglichen
Aktuell laufen noch vorbereitende Arbeiten. Danach beginnt der eigentliche Ausbau. Neben dem zweiten Gleis erneuert die DB auch die Oberleitungen. Außerdem entstehen in Raddusch, Kunersdorf und Kolkwitz zusätzliche Bahnsteige.
Damit nicht genug: Die Bahn passt zwölf Bahnübergänge an. Außerdem erweitert sie sechs Eisenbahnbrücken und 18 Durchlässe. An drei Moorstellen stabilisiert sie zusätzlich den Untergrund. Auch Maßnahmen für Natur-, Landschafts- und Schallschutz gehören zum Projekt.
Ein Jahr lang keine Züge zwischen Cottbus und Lübbenau
Für Fahrgäste bringt der Ausbau zunächst deutliche Einschränkungen. Während der Hauptarbeiten fahren keine Züge zwischen Lübbenau und Cottbus. Der RE2 endet in Lübbenau. Von dort soll ein Ersatzverkehr mit Bussen über Vetschau nach Cottbus fahren. Der VBB plant dafür täglich etwa zwischen 4 und 23 Uhr einen Stundentakt.
Wer direkt zwischen Berlin und Cottbus unterwegs ist, bekommt dagegen eine andere Verbindung. Der RE20 fährt während der Bauzeit über Calau nach Cottbus. So bleibt eine direkte Zugverbindung erhalten.
Künftig zwei Züge pro Stunde nach Berlin
Langfristig soll sich der Aufwand auszahlen. Mit dem zweiten Gleis können Züge häufiger fahren und müssen seltener auf entgegenkommende Verbindungen warten. Dadurch soll auch der Fahrplan stabiler werden. Nach Angaben des VBB schafft der Ausbau die Grundlage dafür, ab dem Fahrplan 2028 zwei Züge pro Stunde zwischen Berlin und Cottbus anzubieten. Dafür soll der RE20 zusätzlich verkehren.
Die Bahn will das zweite Gleis bereits Ende 2027 in Betrieb nehmen.
Zweites Gleis gab es früher schon einmal
Ganz neu ist das zweite Gleis übrigens nicht. Die Strecke zwischen Lübbenau und Cottbus gehörte ursprünglich bereits zu einer zweigleisigen Verbindung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eines der Gleise als Reparationsleistung abgebaut. Seitdem fährt die Bahn auf dem Abschnitt weitgehend eingleisig. Mehr als 80 Jahre später kommt das zweite Gleis nun zurück.
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