Wohnungspreise in der Lausitz: Dahme-Spreewald gehört bundesweit zu den Regionen mit den besten Aussichten

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Freitag, 2. Oktober 2026“.Liveblog ansehen

Bei den Wohnungspreisen in der Lausitz zeichnen sich langfristig deutliche regionale Unterschiede ab. Besonders gute Aussichten bescheinigt der Postbank Wohnatlas 2026 dem Landkreis Dahme-Spreewald. Dort könnten die Preise für Eigentumswohnungen im Bestand bis 2035 inflationsbereinigt um durchschnittlich 1,38 Prozent pro Jahr steigen.

Damit landet Dahme-Spreewald im bundesweiten Vergleich sogar auf Platz vier von 400 untersuchten Landkreisen und kreisfreien Städten.

Wohnungspreise in der Lausitz: Dahme-Spreewald bundesweit auf Platz vier

Nur drei Regionen erreichen in der Prognose einen höheren jährlichen realen Preisanstieg: Leipzig mit 1,90 Prozent, der Landkreis Barnim mit 1,49 Prozent und Teltow-Fläming mit 1,40 Prozent.

Direkt dahinter folgt bereits Dahme-Spreewald mit 1,38 Prozent.

Für die Studie haben Fachleute des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts im Auftrag der Postbank berechnet, wie sich die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im Bestand bis 2035 entwickeln könnten.

Im Durchschnitt aller 400 untersuchten Regionen erwartet das HWWI einen realen Anstieg von 0,41 Prozent pro Jahr.

Eigentumswohnung kostete 2025 durchschnittlich 3.444 Euro pro Quadratmeter

Auch das aktuelle Preisniveau in Dahme-Spreewald liegt bereits vergleichsweise hoch. Für eine Eigentumswohnung im Bestand wurden 2025 durchschnittlich 3.444 Euro pro Quadratmeter verlangt.

Die Untersuchung betrachtet dabei Angebotspreise für Eigentumswohnungen im Bestand. Die Werte lassen sich deshalb nicht ohne Weiteres auf Einfamilienhäuser oder andere Immobilien übertragen.

Bevölkerung und Einkommen beeinflussen die Entwicklung

Für die langfristige Prognose berücksichtigt das HWWI verschiedene Faktoren. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung der Bevölkerung und ihrer Altersstruktur, die Haushaltsgrößen, die Einkommen, die Wohnausgaben und das Wohnungsangebot.

Grundsätzlich erwartet das Institut höhere Immobilienpreise vor allem dort, wo Bevölkerung und verfügbare Einkommen wachsen.

In stark ländlich geprägten Regionen in Ost- und Mitteldeutschland rechnet das HWWI dagegen teilweise mit sinkenden realen Preisen.

Cottbus: Preise waren 2025 deutlich gestiegen

Auch Cottbus fällt im aktuellen Wohnatlas auf. Nach Angaben der Postbank sind die Preise für Eigentumswohnungen dort 2025 deutlich gestiegen.

Die Studie weist allerdings darauf hin, dass einige besonders hochpreisige Angebote den Durchschnitt in Cottbus nach oben gezogen haben.

Für die langfristige Entwicklung bis 2035 veröffentlicht die frei zugängliche Auswertung der Postbank für Cottbus keinen konkreten Einzelwert.

Prognose ist keine Garantie für einzelne Wohnungen

Bei den Zahlen handelt es sich um eine Modellrechnung für komplette Landkreise und kreisfreie Städte. Wie sich der Wert einer konkreten Wohnung entwickelt, kann davon deutlich abweichen.

Entscheidend sind unter anderem Lage, Infrastruktur und die Nachfrage vor Ort.

Der Postbank Wohnatlas 2026 zeigt damit vor allem eines: Selbst innerhalb einer Region können sich die Perspektiven auf dem Immobilienmarkt deutlich unterscheiden.

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Autor: Redaktion

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