Einmal raus aus dem eigenen Arbeitsalltag und für einen Tag erleben, wie es an einem ganz anderen Arbeitsplatz aussieht: Beim bundesweiten Schichtwechseltag haben heute wieder Menschen mit und ohne Beeinträchtigung die Perspektive gewechselt. Auch die Lebenshilfe Werkstätten Hand in Hand g GmbH war in Cottbus erneut mit dabei.
Ein Tag zum Kennenlernen
Die Idee hinter dem Schichtwechseltag ist einfach. Beschäftigte aus Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigung lernen Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt kennen. Gleichzeitig bekommen Mitarbeiter aus Unternehmen einen Einblick in die Arbeit der Werkstätten.
Dabei geht es vor allem darum, neue Erfahrungen zu sammeln, Berührungsängste abzubauen und zu zeigen, welche Fähigkeiten Menschen mit Beeinträchtigung in ganz unterschiedlichen Berufen mitbringen. Auch für die Teilnehmer selbst ist der Tag eine Gelegenheit, Arbeitsbereiche kennenzulernen, mit denen sie sonst kaum in Kontakt kommen.
Von der Werkstatt ins Herzzentrum und in die Kita
In Cottbus waren auch in diesem Jahr wieder verschiedene Einrichtungen und Unternehmen beteiligt. So war Nicole Franke von der Lebenshilfe, die normalerweise im Cateringbereich „Feine Küche“ arbeitet, im Sana Herzzentrum Cottbus unterwegs. Dort bekam sie einen Einblick in einen für sie völlig neuen Arbeitsalltag und zeigte sich von ihren Eindrücken begeistert.
Auch in der Evangelischen Kita Noomi wurde die Perspektive gewechselt. Cindy konnte dort den Kita-Alltag kennenlernen. Ihre Tauschpartnerin Angela Wisniewski, Leiterin der Einrichtung, schaut sich am 30. September wiederum Cindys Arbeitsbereich auf einem Biobauernhof an.
Beide Seiten sollen voneinander profitieren
Der Schichtwechseltag soll nicht nur einen kurzen Blick in einen anderen Beruf ermöglichen. Für Menschen aus den Werkstätten kann daraus auch die Frage entstehen, welche Tätigkeiten für sie künftig interessant sein könnten. Gleichzeitig erleben Unternehmen ganz praktisch, wie vielfältig die Fähigkeiten und Interessen der Beschäftigten sind. Genau dieser direkte Austausch steht beim Aktionstag im Mittelpunkt.
Zum Abschluss ging es ins Radiostudio
Begleitet wurde der diesjährige Schichtwechseltag auch wieder von Radio Cottbus. Mit dabei war Johanna Lange von den Lebenshilfe Werkstätten Hand in Hand. Die 19-Jährige hatte bereits im vergangenen Jahr am Schichtwechseltag teilgenommen und damals unter anderem die Stadt- und Regionalbibliothek Cottbus kennengelernt. Diesmal endete ihr Tag bei Radio Cottbus. Dort konnte sie einen Blick ins Studio und hinter die Kulissen des Senders werfen. Besonders überrascht hat sie, wie viel Technik und wie viele Computer nötig sind, damit am Ende das Radioprogramm bei Euch zu hören ist.
So zeigte auch der diesjährige Schichtwechseltag wieder: Ein Arbeitsplatztausch für wenige Stunden kann reichen, um ganz neue Einblicke zu bekommen und die Arbeitswelt einmal aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Hinweis: Wenn du etwas googelst, bekommst du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn du radiocottbus.de als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für dich auf. Füge radiocottbus.de hier als bevorzugte Quelle hinzu.






























