Rund 11.500 Besuche und 14 ausverkaufte Veranstaltungen verzeichnet das Lausitz Festival 2026. Die durchschnittliche Auslastung lag bei 86 Prozent.
33 Veranstaltungen an 19 Spielstätten
Vom 25. August bis Mitte September brachte das Festival 33 Veranstaltungen von 19 Produktionen auf die Bühne. Dafür nutzten die Veranstalter 19 Spielstätten in 13 Orten der Lausitz. Mit einer Auslastung von 86 Prozent lag das Festival leicht über dem Vorjahreswert von 85 Prozent. Trotz eines kleineren Budgets und drei Produktionen weniger als 2025 kamen nach Angaben der Veranstalter rund 11.500 Besuche zusammen.
„Hamlet“ im Cottbuser Hangar besonders gefragt
Besonders viel Nachfrage gab es bei „Hamlet“ im Hangar 1 in Cottbus. Corinna Harfouch, Linn Reusse, Götz Schubert und weitere Schauspieler standen dort auf der Bühne. Die ursprünglich geplanten Vorstellungen waren ausverkauft. Deshalb setzte das Festival kurzfristig eine fünfte Aufführung an. Auch diese Produktion nutzte mit dem ehemaligen Flugplatz einen Ort, an dem normalerweise kein klassisches Theater stattfindet.
Auch Themen direkt aus der Lausitz spielten eine wichtige Rolle. Der Jugendklub des Piccolo Theaters Cottbus brachte mit „gehen bleiben“ ein neues Stück auf die Bühne. Die Jugendlichen beschäftigten sich darin mit der Frage, ob junge Menschen nach der Schule in der Lausitz bleiben oder ihre Heimat verlassen. Die Uraufführung war ausverkauft. Das Piccolo Theater hat das Stück inzwischen in sein Repertoire übernommen und zeigt es auch nach dem Festival weiter.
Lausitzer Texte werden zu Liedern
Beim Projekt „Lausitzlieder“ entstanden aus Texten von Menschen aus der Region neue Songs. Die Texte entwickelten Teilnehmer zuvor über mehrere Jahre in Schreibwerkstätten unter anderem in Cottbus, Guben, Weißwasser und Zittau. Alin Coen, Haggai Cohen-Milo und weitere Musiker brachten eine Auswahl der Texte anschließend als Lieder auf die Bühne des Gladhouse Cottbus. Kurz vor dem Konzert gab es nur noch Restkarten.
Literatur, Jazz und ungewöhnliche Spielorte
Neben Theater und Musik gehörten auch Lesungen, Kunstausstellungen und philosophische Gespräche zum Programm. Im Schloss Altdöbern las Schauspielerin Anna Thalbach aus dem polnischen Literaturklassiker „Die Puppe“ von Bolesław Prus. Die Übersetzer Lisa Palmes und Lothar Quinkenstein stellten dort außerdem die neue deutsche Fassung vor. Das Festival nutzte auch in diesem Jahr bewusst besondere Orte in der Lausitz. Dazu gehörten ehemalige Industrieanlagen, historische Gebäude und der Hangar auf dem früheren Cottbuser Flugplatz.
Die nächste Ausgabe des Lausitz Festivals soll am 25. August 2027 beginnen.




























