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Manfred Poppe vom 1. Cottbuser Snooker Club – Sport Total Lokal

Am Samstag wird in Cottbus wieder um Punkte, Breaks und den Turniersieg gespielt: Die 13. Lausitz Snooker Open stehen an. Bei Sport Total Lokal war der Oberschiedsrichter vom 1. Cottbuser Snooker Club, Manfred Poppe, zu Gast und hat über das Turnier, den Cottbuser Snookerverein und darüber gesprochen, warum Snooker deutlich anspruchsvoller ist, als es am Fernseher manchmal aussieht.

Snooker braucht Präzision und viel Platz

Ein Snookertisch ist mit 3,66 mal 1,83 Metern deutlich größer als ein gewöhnlicher Poolbillardtisch. Dazu kommen kleinere, abgerundete Tascheneinläufe – und damit deutlich weniger Spielraum für Fehler. Für Manfred Poppe ist Snooker deshalb eine der anspruchsvollsten Varianten des Billardsports.

Zum Sport kam er selbst eher zufällig. Seine Partnerin nahm ihn vor Jahren zu den zweiten Lausitz Snooker Open mit. Danach wollte er es selbst ausprobieren. Inzwischen ist Poppe seit elf Jahren im Verein und hat vor sieben Jahren seinen ersten Schiedsrichterschein gemacht.

Cottbuser Snookerverein kämpfte sich nach Corona zurück

Der Verein ist vergleichsweise klein und hat aktuell wieder 22 Mitglieder. Während der Corona-Zeit war die Zahl zeitweise auf nur zwölf gesunken. Laut Poppe stand der Verein damals sogar kurz vor der Auflösung, weil Miete, Tischpflege und weitere Kosten kaum noch zu stemmen waren.

Heute stehen den Mitgliedern drei Snookertische zur Verfügung. Das Vereinsheim kann von ihnen rund um die Uhr genutzt werden, sodass auch individuelles Training möglich ist.

Lausitz Snooker Open haben sich zum Traditionsturnier entwickelt

Die ersten Lausitz Snooker Open fanden 2014 statt. Damals standen dem Verein lediglich zwei Tische zur Verfügung, wodurch sich die Spiele teilweise bis weit nach Mitternacht zogen.

Später kam ein dritter Tisch dazu – abgeholt in einer nächtlichen Aktion aus der Schweiz. Seitdem lässt sich das Turnier deutlich kompakter organisieren.

Mittlerweile gehören die Lausitz Snooker Open laut Poppe zu den wenigen überregionalen Snookerturnieren in den ostdeutschen Bundesländern.

Auch in diesem Jahr ist das Teilnehmerfeld stark besetzt. Unter anderem ist nach Angaben Poppes der amtierende Europameister dabei. Außerdem startet Prasit Bhuttakam, der das Cottbuser Turnier bereits dreimal in Folge gewonnen hat.

Zuschauer sind ausdrücklich willkommen

Los geht es am Samstag um 9 Uhr. Das Finale wird voraussichtlich gegen 20 oder 21 Uhr gespielt.

Wer Snooker sonst nur aus dem Fernsehen kennt, kann die Spiele im Vereinsheim live verfolgen. Zuschauer sind ausdrücklich willkommen.

Auch wer selbst einmal einen Queue in die Hand nehmen möchte, bekommt dafür Gelegenheit: Zwei Wochen nach dem Turnier plant der Verein einen Nachmittag für Interessierte, bei dem Snooker selbst ausprobiert werden kann. Neue Mitglieder sind ebenfalls willkommen.

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Autor: Redaktion

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