Die neue Spielzeit 2026/27 am Piccolo Theater Cottbus läuft. Seit dem 29. August stehen wieder Schauspiel, Tanz, Puppenspiel und verschiedene Workshops auf dem Programm. Unter dem Motto „Mutausbrüche“ will das Theater vor allem Kinder und Jugendliche darin bestärken, ihre eigene Stimme und Haltung zu entwickeln.
Zum Start zieht das Piccolo auch eine positive Bilanz der vergangenen Spielzeit: Rund 38.000 Besuche bei 319 Vorstellungen verzeichnete das Theater 2025/26.
Rund 38.000 Besuche in der vergangenen Spielzeit
Intendant und Geschäftsführer Reinhard Drogla spricht von einer sehr erfolgreichen vergangenen Spielzeit. Neben den knapp 38.000 Besuchen waren auch die theaterpädagogischen Angebote stark gefragt. Insgesamt gehörten 118 Kinder und Jugendliche zu zwölf gemischten Theater- und Tanzgruppen. Die Nachfrage ist teilweise größer als das Angebot. Für die Theater- und Tanzgruppen stehen derzeit 45 Kinder und Jugendliche auf Wartelisten, für einzelne Tanzangebote gibt es zusätzlich eine hohe Nachfrage. Auch wirtschaftlich schloss das Piccolo das Jahr 2025 positiv ab. Auch wirtschaftlich schloss das Piccolo das Jahr 2025 positiv ab. Nach Angaben des Theaters wurde ein Überschuss von mehr als 30.000 Euro erwirtschaftet. In Abstimmung mit dem Land soll daraus eine Rücklage gebildet werden. Mit dem Land wurde kommuniziert, dass künftige Überschüsse zur Tarifvorsorge dienen sollen.
Neue Spielzeit begann mit „gehen bleiben“
Die Saison 2026/27 startete am 29. August mit „gehen bleiben“, einer Koproduktion des Piccolo-Jugendklubs mit dem Lausitz Festival. Auch die ersten Vorstellungen seien gut angenommen worden, sagt Drogla. Neben „gehen bleiben“ war beispielsweise auch „Frühstück mit Wolf“ gut besucht. Im weiteren Verlauf der Spielzeit stehen unter anderem Produktionen wie „Anne“, „eene, meene, muh“ und „Biedermann und die Brandstifter“ auf dem Programm. Für jüngere Besucher gibt es unter anderem Puppenspiele wie „Der kleine Angsthase“ und „Peter und der Wolf“.
„Mutausbrüche“ als Motto der Spielzeit
Die Idee für das Spielzeitmotto stammt vom künstlerischen Leiter Matthias Heine. Mit „Mutausbrüche“ verbindet das Piccolo die beiden Begriffe Wut und Mut. Gerade Kinder und Jugendliche bräuchten aus Sicht Heines die Möglichkeit, eine eigene Haltung zu entwickeln und ihre Stimme zu finden. Dieser Gedanke soll sich durch die Produktionen und die Arbeit mit jungen Menschen in der gesamten Spielzeit ziehen.
Internationales Jugendtheaterfestival in Cottbus
Zu den persönlichen Höhepunkten der Saison zählt für Matthias Heine das interTWINed 2026. Bei dem europäischen Jugendtheater- und Tanztheaterfestival kommen rund 160 Jugendliche nach Cottbus. Erwartet werden Gruppen aus Irland, Polen, Italien, Estland und Deutschland. Die Jugendlichen zeigen sich gegenseitig ihre Produktionen, nehmen gemeinsam an Workshops teil und tauschen sich über ihre Arbeiten aus. Festivalsprache ist Englisch. Das Festival fand bereits 2017 und 2019 am Piccolo statt und kehrt nun erneut nach Cottbus zurück.
Puppenspielfest „Hände Hoch“ im Oktober
Ein weiterer fester Termin ist das 26. Cottbuser Puppenspielfest „Hände Hoch“. Es findet vom 16. bis 18. Oktober statt und bringt erneut unterschiedliche Formen des Puppenspiels ins Piccolo Theater. Daneben werden bewährte Formate wie die Tanz- und Spielgruppen, die Tanzträume, das Kinderfest und das Sommertheater für Kinder fortgesetzt.
Neue Workshops für Kinder und Jugendliche
Auch theaterpädagogisch gibt es neue Angebote. Geplant sind unter anderem Workshops rund um Bühnenbilder und Plakatgestaltung sowie „Ronjas Räuberleben“ für Kinder ab zehn Jahren.
Jugendweihen 2027 bereits ausgebucht
Auch außerhalb des klassischen Spielbetriebs ist das Piccolo gefragt. Die Termine für Jugendweihen 2027 sind bereits vollständig ausgebucht. Anfragen für das Jahr 2028 sind nach Angaben des Theaters aber noch möglich.
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