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Abkühlung mitten in Cottbus: Erstes Wassernebeltor eröffnet

Hitzeschutz in Cottbus wird weiter ausgebaut

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Montag, 17. August 2026“.Liveblog ansehen

Cottbus will sich besser auf heiße Sommer, Trockenheit und andere Folgen des Klimawandels vorbereiten. Dafür arbeitet die Stadt weiter an ihrem Hitzeschutz und am Klimaanpassungskonzept.

Das Konzept wurde bereits im vergangenen Jahr vorgestellt, ist aber noch nicht endgültig beschlossen – nach Änderungswünschen wird es aktuell weiter überarbeitet. Die Stadt will es möglichst noch in diesem Jahr erneut vorlegen.

Hitzeschutz fließt schon in neue Projekte ein

Auch wenn das Klimaanpassungskonzept noch nicht final beschlossen ist, werden einzelne Ideen bereits bei aktuellen Projekten berücksichtigt. Ein Beispiel ist die neue Grundschule am Brunschwigpark. Dort sollen Themen wie Schatten, Lüftung und der Umgang mit Hitze direkt mitgedacht werden.

Auch das Prinzip Schwammstadt spielt eine wichtige Rolle. Dabei geht es darum, Regenwasser nicht einfach schnell abzuleiten, sondern es besser in der Stadt zu halten. So kann Wasser gespeichert, Verdunstung gefördert und das Stadtklima verbessert werden.

Cottbus setzt auf mehr Anpassung an Hitze und Trockenheit

Neben baulichen Maßnahmen geht es auch um größere Zukunftsfragen. Cottbus arbeitet an Projekten zu erneuerbaren Energien, an Kooperationen mit der BTU und an weiteren Ansätzen, mit denen die Stadt widerstandsfähiger gegen Hitze und Trockenheit werden soll.

Klimaschutzmanager Toni Loitsch Dehghani macht deutlich, dass Klimaanpassung nicht nur ein einzelnes Projekt ist. Es geht um viele kleine und große Maßnahmen, die Schritt für Schritt in Stadtplanung, Bauprojekte und Grünflächenentwicklung einfließen.

Geld, Personal und Förderprogramme bleiben Hürden

Einfach ist die Umsetzung aber nicht. Nach Angaben der Stadt gibt es mehrere Herausforderungen. Dazu gehören fehlende finanzielle Mittel, begrenztes Personal und passende Fördermöglichkeiten. Pressesprecher Jan Gloßmann verweist außerdem darauf, dass viele Maßnahmen politische Entscheidungen und Mehrheiten brauchen. Dadurch kann es dauern, bis einzelne Projekte wirklich umgesetzt werden.

Deutsche Umwelthilfe sieht noch Verbesserungsbedarf

Beim Thema Hitze steht Cottbus auch von außen unter Beobachtung. Die Deutsche Umwelthilfe hatte der Stadt im vergangenen Jahr eine gelbe Karte gegeben. Nach ihrer Einschätzung sind rund 30 Prozent der Menschen in Cottbus überdurchschnittlich stark durch Hitze belastet.

Gefordert wurde unter anderem mehr Grün in der Stadt. Klimaschutzmanager Toni Loitsch Dehghani bewertet den aktuellen Stand allerdings differenzierter und verweist darauf, dass bereits an Maßnahmen gearbeitet wird.

Klimaanpassung bleibt Daueraufgabe

Klar ist: Cottbus wird sich auch in den kommenden Jahren intensiver mit Hitze, Starkregen, Trockenheit und Stadtgrün beschäftigen müssen. Das Klimaanpassungskonzept soll dafür eine Grundlage liefern. Bis es endgültig beschlossen ist, fließen erste Ideen schon in laufende Projekte ein.

Der Hitzeschutz in Cottbus wird damit kein einzelner Beschluss, sondern ein längerer Prozess, der Stadtentwicklung, Politik, Verwaltung und Bürgerinnen und Bürger betrifft.

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Autor: Redaktion

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