Cottbus erweitert ab dem 1. November seine Kältehilfe für wohnungslose Menschen. Die Stadtmission bietet dann zusätzliche Unterstützung in der kalten Jahreszeit an. Auch an Wochenenden und Feiertagen gibt es einen Winternotdienst. Die Stadt will damit verhindern, dass Menschen bei niedrigen Temperaturen ungeschützt im Freien bleiben. In den vergangenen Wintern gab es nach Angaben der Stadt keine Kältetoten in Cottbus.
Stadtmission bietet Wärme, Essen und Beratung
Das Straßenkaffee der Stadtmission in der Wilhelm-Külz-Straße 10a steht wohnungslosen und hilfebedürftigen Menschen ganzjährig offen. Dort gibt es unter anderem Duschen und Toiletten, Waschmöglichkeiten, eine Kleiderkammer, einen warmen Aufenthaltsraum sowie Tee, Kaffee und alkoholfreie Getränke.
Ab 12 Uhr bietet die Stadtmission außerdem täglich ein Mittagessen an. Hinzu kommen Beratungsangebote, Streetwork und verschiedene Beschäftigungsangebote.
Winternotdienst auch am Wochenende
Montags bis freitags öffnet die Stadtmission von 7:30 bis 17 Uhr. Im Rahmen der Kältehilfe gibt es zusätzlich einen Winternotdienst an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 7:30 bis 18 Uhr. Streetworker und Mitarbeitende der Stadt suchen Menschen ohne festen Wohnsitz außerdem aktiv auf, sobald sie von ihnen erfahren. Sie bieten Unterkünfte an, verteilen Schlafsäcke und Kleidung und prüfen, welche weiteren Hilfen notwendig sind.
Notschlafstelle bietet zwölf Plätze
Für Menschen ohne Unterkunft gibt es außerdem das Obdachlosenhaus am Ostrower Damm 2. Die Notschlafstelle verfügt aktuell über zwölf Schlafplätze – neun für Männer und drei für Frauen. Sie öffnet täglich von 17 Uhr bis 8 Uhr am nächsten Morgen. Zum Stand vom 27. Oktober nutzen sieben Männer und zwei Frauen die Einrichtung.
Stadt setzt seit fast 30 Jahren auf Wohnhilfen
Neben der akuten Kältehilfe versucht Cottbus auch, Wohnungslosigkeit frühzeitig zu verhindern. Bereits seit 1997 gibt es dafür die städtische Fachstelle „Wohnhilfen“. Sie unterstützt unter anderem bei drohender Wohnungslosigkeit, Räumungsklagen und Unterbringungsfragen. Die Zahlen zeigen laut Stadt einen langfristigen Rückgang bei Zwangsräumungen. 1997 registrierte Cottbus 289 Zwangsräumungen, 2025 waren es 115. Im ersten Halbjahr 2026 zählte die Stadt 62.
Stadt bittet Bevölkerung um Aufmerksamkeit
Menschen, die dauerhaft im Freien leben, sind bei niedrigen Temperaturen besonders gefährdet. Die Stadt bittet deshalb darum, bei offensichtlich obdachlosen und hilflosen Personen den Fachbereich Soziales oder die Polizei zu informieren. So sollen Hilfsangebote möglichst schnell bei den Betroffenen ankommen.
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