„Wassernixe“ kehrt in den Ostdeutschen Rosengarten zurück

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Mehr als 100 Jahre nach ihrer ursprünglichen Aufstellung ist die „Wassernixe“ wieder im Ostdeutschen Rosengarten in Forst zu sehen. Die historische Figur wurde anhand alter Fotografien rekonstruiert und jetzt an ihrem früheren Standort im Pergolenhof auf der Wehrinsel enthüllt.

Historische Figur galt lange als verschollen

Die „Wassernixe“, die in historischen Quellen auch als „Nymphe“ oder „Mädchen mit Frosch“ bezeichnet wird, entstand für die Rosen- und Gartenbauausstellung im Jahr 1913.

Geschaffen wurde sie vom Cottbuser Bildhauer Walter Adler. Gemeinsam mit dem „Mädchen mit Wasserkrug“ gehörte sie zur ursprünglichen künstlerischen Ausstattung des Pergolenhofes.

Während das „Mädchen mit Wasserkrug“ bereits 2023 an seinen historischen Standort zurückkehrte, galt die Wassernixe weiterhin als verschollen.

Rekonstruktion nur anhand alter Fotos möglich

Von der ursprünglichen Skulptur waren weder Teile noch Gussformen erhalten. Deshalb musste die Figur anhand weniger historischer Fotografien vollständig neu geschaffen werden.

Zunächst entstand ein Tonmodell. Anschließend wurde die Skulptur in einem speziellen Betongussverfahren gefertigt. Damit wurde – wie schon beim „Mädchen mit Wasserkrug“ – die Firma Stuckhaus Scherf und Ritter aus Waldenburg beauftragt. Finanziert wurde die Rekonstruktion durch eine private Spende einer Forster Familie.

Rund 70 Helfer arbeiten im Rosengarten

Enthüllt wurde die Figur während des 5. deutsch-polnischen Parkseminars. Bürgermeisterin Simone Taubenek und die 33. Forster Rosenkönigin Stefanie III. präsentierten die Wassernixe gemeinsam der Öffentlichkeit.

Rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und Polen arbeiteten an diesem Tag im Rosengarten. Dabei waren unter anderem Schülerinnen und Schüler aus Zielona Góra sowie Helfer aus Berlin, Cottbus, Senftenberg und der Forster Partnerstadt Brody.

Eine Gruppe von etwa 15 Personen kümmerte sich speziell um das Umfeld der neuen Skulptur.

Mehr als 1.600 Stauden und 5.000 Blumenzwiebeln gepflanzt

Auch rund um die Wassernixe hat sich einiges verändert. Dort wurden etwa 140 Rhododendren und mehr als 700 Waldsteinien, auch Golderdbeeren genannt, gepflanzt. Im gesamten Rosengarten kamen während des Parkseminars mehr als 1.600 Stauden, rund 5.000 Blumenzwiebeln und mehrere Sträucher in die Erde.

Das deutsch-polnische Parkseminar wurde über ein Interreg-Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt. Mit der Rückkehr der Wassernixe ist nun ein weiteres Element der ursprünglichen Gestaltung des Ostdeutschen Rosengartens wieder an seinem historischen Platz zu sehen.

Foto: Stadt Forst (Lausitz)/ Jolanta Imberska

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Autor: Redaktion

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