Sebastian Studnitzky (Trompete, Keyboard), Haggai Cohen-Milo (Kontrabass), Arto Mäkelä (Gitarre) und Bodek Janke (Schlagzeug) beim Abschlusskonzert des Lausitz Festivals in der Kulturweberei Finsterwalde

Lausitz Festival zieht positive Bilanz: Rund 11.500 Besucher erwartet

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Montag, 14. September 2026“.Liveblog ansehen

Das Lausitz Festival 2026 ist am Sonntag zu Ende gegangen – mit einer Auslastung von 86 Prozent und 14 ausverkauften Veranstaltungen. Die Veranstalter rechnen für die diesjährige Ausgabe insgesamt mit rund 11.500 Besuchen. Zwei Kunstausstellungen laufen noch bis in den Herbst, außerdem stehen zwei weitere Aufführungen der Jugendtheater-Produktion „gehen bleiben“ aus.

Seit dem 25. August gab es 33 Veranstaltungen von 19 Produktionen an 19 Spielstätten in 13 Orten der Lausitz. Damit lag die Auslastung leicht über dem Vorjahreswert von 85 Prozent.

Abschlusskonzert in Finsterwalde kurzfristig umgebaut

Das Finale fand am Sonntag in der Kulturweberei Finsterwalde statt. Eigentlich sollte dort die US-Jazzsängerin Dee Dee Bridgewater auftreten. Sie hatte ihr Konzert jedoch kurzfristig aus dringenden persönlichen Gründen abgesagt. Stattdessen formierte sich innerhalb weniger Stunden eine Band mit Musikern aus Finnland, Israel, Polen und Deutschland rund um Trompeter und Pianist Sebastian Studnitzky und übernahm das Abschlusskonzert.

„Hamlet“ auf dem alten Flugplatz Cottbus

Zu den Schwerpunkten des Festivals gehörten vier Theaterproduktionen. In Cottbus wurde Shakespeares „Hamlet“ fünfmal im Hangar 1 auf dem alten Flugplatz aufgeführt. Für die Inszenierung entstanden dort zwei Tribünen mit Platz für insgesamt rund 350 Zuschauer. Mit dabei waren unter anderem Linn Reusse, Corinna Harfouch und Götz Schubert. Die Inszenierung von Marcel Kohler bezog dabei auch die Geschichte des ehemaligen Flugplatzes mit ein.

Piccolo und Lausitz Festival erstmals gemeinsam

Eine Premiere gab es auch beim Piccolo Theater Cottbus. Mit „gehen bleiben“ entstand erstmals eine Koproduktion zwischen dem Lausitz Festival und dem Jugendklub des Piccolo Theaters. Im Mittelpunkt steht eine Frage, die viele junge Menschen in der Lausitz beschäftigt: Nach der Schule gehen oder bleiben? Die Jugendlichen entwickelten das Stück aus eigenen Erfahrungen. Unterstützt wurden sie dabei unter anderem von der Cottbuser Autorin Ruth-Maria Thomas.

Lausitzlieder feiern Uraufführung im Gladhouse

Auch das Projekt „Lausitzlieder“ fand in diesem Jahr seinen Abschluss. Über zwei Jahre hinweg entstanden Texte von Autoren aus der Region. Gemeinsam mit Musikern wurden daraus Songs entwickelt. Diese wurden nun erstmals mit Band im Gladhouse Cottbus aufgeführt. Nach Angaben der Festivalveranstalter soll das Projekt möglicherweise fortgesetzt werden. Auch eine Wiederaufnahme der Lieder im kommenden Jahr sei denkbar.

Weniger Produktionen wegen kleinerem Budget

Im Vergleich zum Vorjahr standen drei Produktionen weniger auf dem Programm. Grund dafür war nach Angaben der Veranstalter ein knapperes Budget. Trotzdem stieg die Auslastung leicht auf 86 Prozent. Von den insgesamt 33 Veranstaltungen waren 14 ausverkauft. Neben Theater und Konzerten gehörten auch Literatur, Kunst, Philosophie und Diskussionsformate zum Programm.

Ausstellungen in Cottbus und Bad Muskau laufen weiter

Ganz beendet ist das Lausitz Festival damit noch nicht. Zwei Ausstellungen des brasilianischen Künstlers Jonathas de Andrade sind weiterhin zu sehen. Im Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst im Dieselkraftwerk Cottbus werden unter anderem Videoarbeiten sowie weitere Werke gezeigt. Eine zweite Ausstellung läuft im Neuen Schloss Bad Muskau.

Die nächste Ausgabe des Lausitz Festivals beginnt am 25. August 2027.

Foto: Thomas J. Krebs / Lausitz Festival


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Autor: Redaktion

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