Deutschlandweit einzigartig: BTU nimmt Krankenhaus-Modul in Cottbus in Betrieb

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Am Campus Sachsendorf der BTU Cottbus-Senftenberg ist ein neues Krankenhaus-Modul in Betrieb gegangen. Gemeinsam mit der Brandenburgischen Ingenieurkammer erweitert die Universität damit ihr Prüflabor für sicherheitstechnische Gebäudeausrüstung. Angehende Prüfsachverständige können dort künftig unter realitätsnahen Bedingungen an elektrischen Netz- und Versorgungseinrichtungen eines Krankenhauses geprüft werden.

Nach Angaben von BTU und Ingenieurkammer handelt es sich um ein deutschlandweit einzigartiges Projekt.

Krankenhaus-Modul an der BTU bildet sensible Bereiche nach

Krankenhäuser stellen besonders hohe Anforderungen an die Sicherheit ihrer technischen Anlagen und an eine zuverlässige Stromversorgung.

Das gilt insbesondere für sensible Bereiche wie Operationssäle oder Intensivstationen. Genau hier setzt das neue Krankenhaus-Modul an.

Angehende Prüfsachverständige für elektrische Anlagen müssen unter anderem beurteilen können, ob die sicherheitstechnische Gebäudeausrüstung wirksam und betriebssicher funktioniert und verschiedene Anlagen bestimmungsgemäß zusammenspielen.

Deutschlandweit einzigartiges Krankenhaus-Modul erweitert Prüflabor

Das bestehende Prüflabor am Institut Bauingenieurwesen verfügt bereits über Testanlagen aus verschiedenen Bereichen.

Dazu gehören unter anderem Lüftungsanlagen, Rauchabzugsanlagen, Feuerlöschanlagen, Brandmelde- und Alarmierungsanlagen sowie Sicherheitsstromversorgungen.

Mit dem neuen Krankenhaus-Modul kommt nun ein weiterer anspruchsvoller Anwendungsfall hinzu.

Die angehenden Prüfsachverständigen müssen an den Testanlagen zeigen, dass sie theoretisches Wissen mit praktischer Erfahrung verbinden können. Dazu gehören auch der Umgang mit Messgeräten und die fachliche Beurteilung der Anlagen.

Diese praktische Prüfung ist Voraussetzung für die bauaufsichtliche Anerkennung als Prüfsachverständiger.

Strom soll bei einem ersten Fehler nicht sofort ausfallen

Ein Schwerpunkt des Krankenhaus-Moduls liegt auf besonderen Stromversorgungssystemen für medizinisch sensible Bereiche.

Dazu gehört das sogenannte medizinische IT-System. Dabei steht IT nicht für ein Computersystem, sondern bezeichnet eine besondere Form der Stromversorgung.

Der entscheidende Punkt: Bei einem ersten elektrischen Fehler fällt die Stromversorgung nicht unmittelbar aus. Stattdessen wird der Fehler akustisch und optisch angezeigt.

Dadurch können beispielsweise wichtige Behandlungen trotz eines ersten elektrischen Fehlers weitergeführt und beendet werden.

BTU und Ingenieurkammer arbeiten seit 20 Jahren zusammen

Die BTU Cottbus-Senftenberg und die Brandenburgische Ingenieurkammer arbeiten seit 20 Jahren bei Ausbildung und Prüfung zusammen.

Der Prüfungsausschuss der Ingenieurkammer führt im Prüflabor der BTU den mündlich-praktischen Teil der Prüfung für die bauaufsichtliche Anerkennung der Prüfsachverständigen durch.

Das neue Krankenhaus-Modul wurde mit Unterstützung mehrerer Unternehmen aus der Praxis ausgestattet.

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Autor: Redaktion

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