Was für ein Fußballnachmittag! Energie Cottbus holt beim VfL Wolfsburg nach einem 0:3-Rückstand noch ein spektakuläres 4:4 und setzt damit ein gewaltiges Zeichen in der 2. Bundesliga. Vor mehr als 3.000 mitgereisten Energie-Fans zeigen die Lausitzer beim Top-Aufstiegsfavoriten eine unglaubliche Moral, starken Offensivfußball und kommen selbst nach einem erneuten Rückstand kurz vor Schluss noch einmal zurück.
Acht Tore, zwei große Cottbuser Aufholjagden und der Ausgleich in der Nachspielzeit: Dieses Spiel dürfte so schnell niemand vergessen.
Energie Cottbus 4:4 in Wolfsburg: Erst läuft alles gegen die Lausitzer
Dabei beginnt die Partie denkbar schlecht für Energie. Bereits in der vierten Minute bringt Robert Glatzel Wolfsburg per Elfmeter in Führung. Der VfL nutzt danach die Räume konsequent und erhöht durch Vinicius Souza auf 2:0.
Nach 35 Minuten scheint die Partie bereits fast entschieden. Glatzel trifft erneut und stellt auf 3:0 für Wolfsburg.
Doch Energie lässt sich nicht abschütteln. Die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz spielt weiter mutig nach vorne und belohnt sich noch vor der Pause. Luca Erlein erzielt in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 1:3 und gibt den Lausitzern damit neue Hoffnung.
Energie kommt wie entfesselt aus der Kabine
Nach dem Seitenwechsel verändert Wollitz seine Mannschaft und bringt unter anderem Dmytro Bogdanov und Christian Kinsombi.
Die Wirkung ist sofort zu spüren.
In der 49. Minute verkürzt King Manu auf 2:3. Energie erhöht jetzt den Druck, Wolfsburg gerät zunehmend ins Wanken. In der 67. Minute bekommt Cottbus einen Elfmeter zugesprochen.
Tolcay Cigerci bleibt eiskalt und verwandelt zum 3:3.
Für Cigerci ist es bereits der vierte Treffer am vierten Spieltag. Energie hat tatsächlich einen 0:3-Rückstand aufgeholt.
Und die Lausitzer wollen jetzt sogar mehr.
Wolfsburg schlägt zurück – Energie gibt trotzdem nicht auf
Die Partie entwickelt sich endgültig zu einem Fußball-Spektakel. Chancen gibt es nun auf beiden Seiten. Bogdanov hat sogar die Möglichkeit zur erstmaligen Cottbuser Führung, verpasst das Tor jedoch knapp.
Dann trifft Wolfsburg erneut.
Mattias Svanberg erzielt in der 79. Minute das 4:3 für den VfL. Nach der riesigen Aufholjagd steht Energie plötzlich wieder mit leeren Händen da.
Doch diese Mannschaft weigert sich an diesem Nachmittag, dieses Spiel verloren zu geben.
Wolfsburg muss nach einer Gelb-Roten Karte ab der 88. Minute in Unterzahl weiterspielen. Energie wirft noch einmal alles nach vorne.
Bogdanov lässt mehr als 3.000 Energie-Fans explodieren
Dann kommt die Nachspielzeit.
Christian Kinsombi setzt sich auf der linken Seite durch und bringt den Ball vor das Wolfsburger Tor. Am zweiten Pfosten wartet Dmytro Bogdanov.
Der Union-Leihgabe trifft zum 4:4.
Ekstase im Cottbuser Gästeblock.
Für Bogdanov ist es bereits das zweite Tor in seinem zweiten Spiel für Energie Cottbus. Und was für ein Zeitpunkt für diesen Treffer: Nach 0:3 und später 3:4 rettet der Angreifer Energie in der Nachspielzeit einen Punkt.
Ein Punkt, der sich nach viel mehr anfühlt
Das 4:4 beim ambitionierten VfL Wolfsburg ist weit mehr als nur ein spektakuläres Ergebnis. Energie zeigt vor über 3.000 mitgereisten Fans, welche Moral und welche spielerischen Möglichkeiten in dieser Mannschaft stecken.
Nach dem frühen 0:3 hätte die Partie längst entschieden sein können. Stattdessen kämpfen sich die Lausitzer Tor für Tor zurück, gleichen zum 3:3 aus und reagieren sogar auf Wolfsburgs erneute Führung noch einmal.
Acht Tore, ein 0:3-Rückstand, zwei Cottbuser Comebacks und ein Ausgleich in der Nachspielzeit: Energie nimmt einen Punkt aus Wolfsburg mit und liefert eines jener Spiele, über die noch lange gesprochen werden dürfte.
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Die Statistik
VfL Wolfsburg – FC Energie Cottbus 4:4 (3:1)
VfL Wolfsburg: Zielinski – Fischer, Wahl, Angely, Maehle – Vinicius Souza (77. Svanberg), Arnold (52. Damar), Rexhbecaj (86. Gerhardt), Bernhardsson, Reese (77. Besio) – Glatzel (52. Shiogai)
FC Energie Cottbus: Lotka – Rorig, Manu , Erlein, Doumbia (46. Kinsombi) – L. Michelbrink, Borgmann, Tolc. Cigerci, Bittencourt (68. Pelivan), Butler (46. Butler) – Copado (46. Bogdanov)
Tore: 1:0 Glatzel (4., Foulelfmeter), 2:0 Souza (25.), 3:0 Glatzel (35.), 3:1 Erlein (45.+4), 3:2 Manu (49.), 3:3 Cigerci (67., Foulelfmeter), 4:3 Svanberg (79.),
Schiedsrichter: Lukas Benen (Nordhorn)
Zuschauer: 21.776
Gelbe Karten: Rexhbecaj / Manu, Cigerci, Bogdanov, Hannemann
Gelb-Rote Karte: Angely (88.)
Die Pressekonferenz nach dem Spiel
Die Tabelle 2026/27
| Platz | Mannschaft | SP | G | U | V | Tore | Diff. | Pkt. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1. FC Nürnberg | 4 | 3 | 1 | 0 | 13:5 | 8 | 10 |
| 2 | Hertha BSC | 3 | 3 | 0 | 0 | 10:4 | 6 | 9 |
| 3 | VfL Wolfsburg | 4 | 2 | 2 | 0 | 10:6 | 4 | 8 |
| 4 | 1. FC Kaiserslautern | 4 | 2 | 2 | 0 | 5:1 | 4 | 8 |
| 5 | 1. FC Heidenheim 1846 | 3 | 2 | 0 | 1 | 10:10 | 0 | 6 |
| 6 | 1. FC Magdeburg | 3 | 2 | 0 | 1 | 6:6 | 0 | 6 |
| 7 | Karlsruher SC | 4 | 1 | 2 | 1 | 6:8 | -2 | 5 |
| 8 | DSC Arminia Bielefeld | 4 | 1 | 1 | 2 | 7:8 | -1 | 4 |
| 9 | SpVgg Greuther Fürth | 3 | 1 | 1 | 1 | 7:8 | -1 | 4 |
| 10 | Energie Cottbus | 4 | 1 | 1 | 2 | 10:12 | -2 | 4 |
| 11 | Hannover 96 | 4 | 1 | 1 | 2 | 4:6 | -2 | 4 |
| 12 | Eintracht Braunschweig | 3 | 1 | 0 | 2 | 9:7 | 2 | 3 |
| 13 | FC St. Pauli | 4 | 0 | 3 | 1 | 6:7 | -1 | 3 |
| 14 | VfL Bochum | 3 | 1 | 0 | 2 | 1:2 | -1 | 3 |
| 15 | Holstein Kiel | 4 | 0 | 3 | 1 | 6:8 | -2 | 3 |
| 16 | VfL Osnabrück | 3 | 1 | 0 | 2 | 4:7 | -3 | 3 |
| 17 | Dynamo Dresden | 3 | 1 | 0 | 2 | 4:8 | -4 | 3 |
| 18 | SV Darmstadt 98 | 4 | 0 | 1 | 3 | 2:7 | -5 | 1 |
Zum Spielplan des FC Energie Cottbus 2026/27
Die Saison 2026/27
2. Liga
1. Spieltag, FC Energie Cottbus vs. Hannover 96 3:1
2. Spieltag, Arminia Bielefeld vs. FC Energie Cottbus 3:0
3. Spieltag, FC Energie Cottbus vs. Greuther Fürth 3:4
DFB-Pokal
1. Runde, FC Energie Cottbus vs. FC Augsburg

























