Eine Sirene zur Warnung zB. am Warntag

Sirenen zum bundesweiten Warntag in OSL

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Wochenende, 29./30. August 2026“.Liveblog ansehen

Im Landkreis Oberspreewald-Lausitz können Sirenen künftig nicht nur Warntöne, sondern auch Sprachdurchsagen abspielen. Insgesamt 153 moderne elektronische Sirenen stehen dafür bereit. Erstmals getestet wird das neue System am bundesweiten Warntag am 10. September 2026.

Danach werden die Durchsagen Teil der regelmäßigen Sirenenproben im Landkreis.

Sirenen: Warnung am 10. September um 11 Uhr

Am Warntag wird es in Oberspreewald-Lausitz gleich zwei Tests geben. Um 11 Uhr ertönt zunächst der Warnton. Anschließend folgt eine Durchsage auf Deutsch und Englisch, die darauf hinweist, sich über Radio, Warn-Apps oder andere Medien weiter zu informieren. Um 11:45 Uhr folgt die Entwarnung – ebenfalls mit einer entsprechenden Sprachdurchsage. Für die Bevölkerung besteht an diesem Tag kein Handlungsbedarf. Es handelt sich ausschließlich um einen Test.

Nach dem Warntag werden die neuen Sprachansagen regelmäßig zu hören sein. Die erste monatliche Probe findet am 7. Oktober 2026 um 15 Uhr statt. Danach wird jeweils am ersten Mittwoch eines Monats um 15 Uhr getestet. Bei diesen Probealarmen lautet die Durchsage sinngemäß, dass es sich um einen Test handelt.

153 moderne Sirenen im Landkreis

Voraussetzung für die neue Technik war die umfassende Modernisierung des Sirenennetzes. Die früheren mechanischen Sirenen wurden durch insgesamt 153 elektronische Anlagen ersetzt. Rund 1,4 Millionen Euro wurden dafür investiert. Etwa drei Viertel der Kosten trug nach Angaben des Landkreises OSL selbst. Mit den neuen Anlagen können nun auch verständliche Sprachinformationen direkt nach einem Warnton abgespielt werden.

OSL setzt Sprachdurchsagen flächendeckend ein

Die Sprachdateien wurden unter Federführung des Brandenburger Innenministeriums entwickelt. Auch der Landkreis Oberspreewald-Lausitz war an der Projektgruppe beteiligt. Ende 2025 stellte das Land die Dateien den Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung. OSL führt die Sprachdurchsagen nun nach eigenen Angaben als erster Landkreis in Brandenburg flächendeckend ein.

Was bei einer echten Warnung zu tun ist

Bei einem Probealarm muss niemand reagieren. Anders sieht es im Ernstfall aus. Dann sollten Betroffene die Durchsage beachten und sich anschließend über Radio, die Warn-App NINA oder andere offizielle Informationskanäle über die konkrete Gefahr und mögliche Verhaltenshinweise informieren. Die Erfahrungen aus den monatlichen Tests sollen künftig ausgewertet werden. Dabei geht es unter anderem darum, wie verständlich die Durchsagen sind und wie gut sie technisch im gesamten Landkreis funktionieren.

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Autor: Redaktion

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