Landwirte in Brandenburg können für neue Agroforstsysteme bis zu 100.000 Euro Förderung bekommen. Dabei werden Acker- oder Grünlandflächen mit Baumreihen und Sträuchern kombiniert. Das soll unter anderem Böden schützen, Wasser sparen und die Artenvielfalt fördern.
Was sind Agroforstsysteme?
Bei Agroforstsystemen werden Bäume oder Sträucher in Streifen auf Acker- oder Dauergrünland gepflanzt. Die Flächen können gleichzeitig weiter landwirtschaftlich genutzt werden. In Brandenburg werden vor allem Systeme gefördert, die der Rohstoffgewinnung oder der Produktion von Lebensmitteln dienen. Nach Angaben des Landes können die Gehölzstreifen unter anderem vor Bodenerosion schützen, Schatten spenden und die Verdunstung verringern. Außerdem sollen sie die Artenvielfalt erhöhen.
Förderung von bis zu 100.000 Euro möglich
Je nach Gestaltung des Agroforstsystems liegt die Förderung zwischen 1.566 und 5.271 Euro pro Hektar. Werden mindestens fünf verschiedene Gehölzarten gepflanzt und befinden sich mindestens zwei Arten in jedem Streifen, gibt es zusätzlich einen Bonus von 1.820 Euro pro Hektar. Pro Antrag müssen mindestens 2.500 Euro Förderung zusammenkommen. Insgesamt sind maximal 100.000 Euro je Empfänger möglich. Diese Höchstsumme kann höchstens einmal innerhalb von fünf Jahren ausgeschöpft werden.
Anträge bis Ende 2028 möglich
Antragsberechtigt sind Landwirte mit einer Betriebsstätte in Brandenburg. Anträge können bereits gestellt werden und sind bis zum 31. Dezember 2028 möglich. Bewilligungsstelle ist die Investitionsbank des Landes Brandenburg. Voraussetzung ist unter anderem ein Pflanzkonzept, in dem die geplanten Gehölzflächen und Streifen beschrieben werden. Bestimmte Flächen, etwa in Naturschutzgebieten oder wertvollen Grünlandbiotopen, sind von der Förderung ausgeschlossen.
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