Für Bahnreisende zwischen Südbrandenburg und Dresden gibt es Planungssicherheit: Der neue Verkehrsvertrag für das Elektronetz Oberelbe ist unterzeichnet. Betreiber bleibt die DB Regio AG, der Vertrag läuft von Dezember 2026 bis Dezember 2040. Für die Lausitz besonders wichtig: Die Verbindungen RE 18 Dresden-Cottbus und RE 15 Dresden-Hoyerswerda bleiben Bestandteil des Netzes.
Neuer Bahnvertrag für Südbrandenburg: Fahrplan bleibt erhalten
Der RE 18 verbindet Dresden mit Cottbus und hält dabei unter anderem in Ruhland und Senftenberg. Auch der RE 15 Richtung Hoyerswerda fährt über Ruhland.
Nach den vorliegenden Angaben bleibt der derzeitige dichte Fahrplan auf diesen Verbindungen zunächst bestehen. Gerade vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Kassen bedeutet das vor allem langfristige Stabilität für Fahrgäste in Südbrandenburg.
Brandenburg beteiligt sich an der Finanzierung des Netzes. Insgesamt umfasst der erste Abschnitt rund 3,1 Millionen Zugkilometer pro Jahr.
Mehr Komfort in den Zügen geplant
Für die Fahrgäste sollen außerdem modernisierte Fahrzeuge eingesetzt werden.
Zur Ausstattung sollen künftig Klimaanlage, Barrierefreiheit, kostenloses WLAN und Steckdosen gehören.
Damit verändert sich für viele Reisende nicht unbedingt die Zahl der Verbindungen, wohl aber der Komfort während der Fahrt.
Elsterwerda bekommt später stündliche Verbindung nach Dresden
Eine größere Veränderung ist für den Landkreis Elbe-Elster vorgesehen.
Ab Dezember 2035 soll die neue S-Bahn-Linie S 6 zwischen Dresden und Elsterwerda Teil des Netzes werden. Damit soll Elsterwerda stündlich mit Dresden verbunden sein.
Nach den vorliegenden Angaben würde sich das derzeitige Angebot damit verdoppeln.
Auf der S 6 sollen Triebwagen vom Typ Mireo eingesetzt werden.
Vertrag läuft bis 2040
Der neue Verkehrsvertrag gilt insgesamt 14 Jahre. Zunächst gehören RE 15, RE 18 und RE 50 zum Netz. Mit der geplanten Aufnahme der S 6 ab 2035 steigt das Verkehrsvolumen von rund 3,1 auf 3,9 Millionen Zugkilometer pro Jahr.
Voraussetzung für die langfristige Finanzierung bleibt allerdings, dass ausreichend Regionalisierungsmittel für den Nahverkehr zur Verfügung stehen.
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