BTU-Studie zu Geflüchteten: Eigene Wohnungen bieten klare Vorteile

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Donnerstag, 20. August 2026“.Liveblog ansehen

Eine neue Studie der BTU Cottbus-Senftenberg kommt zu dem Ergebnis, dass die dezentrale Unterbringung geflüchteter Menschen in Brandenburg möglich ist und deutliche Vorteile gegenüber Sammelunterkünften bietet. Trotzdem werden Geflüchtete im Land weiterhin häufig zentral untergebracht.

BTU-Studie zu Geflüchteten: Private Wohnungen sind möglich

Im Forschungsprojekt VASiB haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersucht, unter welchen Bedingungen geflüchtete Menschen aus Sammelunterkünften in eigene Wohnungen wechseln können.

Dabei zeigte sich: In vielen Einzelfällen gelang die Vermittlung in privaten Wohnraum. Besonders hilfreich waren kommunale Wohnungsbaugesellschaften und informelle Netzwerke.

Gleichzeitig bestehen weiterhin große strukturelle Hürden beim Wechsel aus Sammelunterkünften in eigene Wohnungen.

Große Unterschiede zwischen Landkreisen und Städten

Nach Angaben der BTU nutzen die Landkreise und kreisfreien Städte in Brandenburg ihre Möglichkeiten zur dezentralen Unterbringung sehr unterschiedlich.

Das Landesaufnahmegesetz lässt grundsätzlich Spielräume dafür, Geflüchtete in Wohnungen statt in zentralen Einrichtungen unterzubringen. Die Forschenden betonen deshalb, dass die konkrete Form der Unterbringung auch politisch gestaltet werden kann.

Sammelunterkünfte können belastend sein

Die Studie zeigt außerdem, dass Sammelunterkünfte von Betroffenen häufig als Orte von Kontrolle, fehlender Privatsphäre und psychischer Belastung erlebt werden.

Das kann sich laut Forschungsbericht auch auf andere Lebensbereiche auswirken, etwa auf Gesundheit oder Spracherwerb.

Eine eigene Wohnung bietet demnach mehr Sicherheit, Rückzugsmöglichkeiten und Selbstbestimmung.

Forschung wird in Folgeprojekt fortgeführt

Die Ergebnisse des Projekts VASiB sollen nun in das Folgeprojekt „Miteinander vor Ort – Räume für Vielfalt und Zusammenhalt“ einfließen.

Dort geht es weiter um gesellschaftliche Teilhabe, gleiche Rechte und das Zusammenleben von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung in Brandenburg.

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Autor: Redaktion

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