Niedrigwasser in der Spree: Weitere Maßnahmen und mögliches Entnahmeverbot

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Mittwoch, 19. August 2026“.Liveblog ansehen

Die Lage an der Spree in Brandenburg bleibt angespannt. Weil die Abflüsse weiter sinken und Wasserreserven fehlen, hat das Landesamt für Umwelt die Phase 2 des Niedrigwasserbewirtschaftungskonzeptes ausgerufen. Unter anderem werden Ausleitungen reduziert, einzelne Schleusen geschlossen und ein mögliches Verbot von Oberflächenwasserentnahmen vorbereitet.

Niedrigwasser in der Spree: Abfluss deutlich unter Mindestwert

Seit 2025 sind im Einzugsgebiet der Spree deutlich zu geringe Niederschlagsmengen gefallen. Besonders im oberen Einzugsgebiet wurden teilweise nur rund 70 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge erreicht.

Am Pegel Leibsch Unterpegel wird der vorgesehene Mindestabfluss von 4,5 Kubikmetern pro Sekunde bereits seit Ende Mai dauerhaft unterschritten. Am 17. August wurden dort nur noch 1,4 Kubikmeter pro Sekunde gemessen.

Auch die Möglichkeiten, den Abfluss über die Talsperre Spremberg zu stabilisieren, sind inzwischen eingeschränkt.

Phase 2: Wasserentnahmen könnten verboten werden

Wegen der verschärften Situation hat das Landesamt für Umwelt Ende vergangener Woche Phase 2 des Niedrigwasserkonzeptes aktiviert.

Dazu gehört unter anderem, Ausleitungen aus der Spree zu reduzieren. Gleichzeitig wird ein Verbot von Oberflächenwasserentnahmen im Rahmen des Eigentümer- und Anliegergebrauchs vorbereitet.

Ein solches Verbot ist damit noch nicht beschlossen, wird nach Angaben des Landes aber vorbereitet.

Schleusen im Unterspreewald werden geschlossen

Nach einer erneuten Beratung der Arbeitsgruppe Niedrigwasserbewirtschaftung sollen außerdem einzelne Schleusen im Unterspreewald geschlossen werden.

Betroffen sind die Schleuse Krausnicker Strom, Groß Wasserburg sowie der Bereich am Beginn des Dahme-Umflut-Kanals.

Zusätzlich sollen Wasserstände an Staugürteln schrittweise und vorsichtig abgesenkt werden. Begonnen wird damit im Unterspreewald, anschließend soll die Anpassung in Richtung Schmogrow fortgesetzt werden.

Ziel ist es, den Abfluss am Pegel Leibsch wieder auf 2,0 bis 2,5 Kubikmeter pro Sekunde zu stabilisieren.

Einzelner Regen reicht nicht aus

Niederschläge können die Situation derzeit nur kurzfristig verbessern. Trotz kühlerer Temperaturen und einzelner Regenfälle bewertet das Landesamt für Umwelt die wasserwirtschaftliche Lage im Einzugsgebiet der Spree weiterhin als angespannt.

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Autor: Redaktion

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