Wer in Cottbus noch eine Ausbildung sucht, hat weiter Chancen auf einen Start in diesem Jahr. Nach Angaben der IG BAU Südbrandenburg sind in der Stadt aktuell noch 125 Ausbildungsplätze offen. Allein 13 freie Stellen gibt es im Baugewerbe. Gleichzeitig haben 74 Prozent der arbeitslosen Menschen unter 25 Jahren in Cottbus keinen Berufsabschluss. Die Gewerkschaft ruft junge Menschen deshalb dazu auf, sich auch jetzt im August und September noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umzusehen.
Ausbildungsplätze in Cottbus sind noch frei
Der Ausbildungsstart läuft vielerorts bereits an, trotzdem sind noch nicht alle Plätze vergeben. Die IG BAU Südbrandenburg verweist auf Zahlen der Arbeitsagentur und macht deutlich: Wer bisher noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, sollte jetzt aktiv werden. Das Angebot sei breit, auch im Bau gebe es weiterhin freie Stellen. Gerade für junge Menschen ohne Berufsabschluss könne eine Ausbildung ein wichtiger Schritt in eine sicherere berufliche Zukunft sein.
Viele junge Arbeitslose ohne Abschluss
Besonders deutlich ist der Blick auf die jungen Arbeitslosen in Cottbus. Laut IG BAU haben 74 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren in der Stadt keinen Berufsabschluss. Für die Gewerkschaft ist das ein klares Signal, dass Beratung, Orientierung und direkte Kontakte zu Betrieben jetzt besonders wichtig sind. Auch landesweit bleibt das Thema groß: In Brandenburg haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 64.000 junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren keinen Berufsabschluss und keinen Ausbildungsplatz.
IG BAU rät zu Beratung und direktem Nachfragen
Die IG BAU Südbrandenburg empfiehlt jungen Menschen, Berufsberatung zu nutzen. Eine Anlaufstelle ist die Jugendberufsagentur. Auch die Arbeitsagentur kann bei der Suche nach passenden Ausbildungswegen helfen – vor Ort oder digital. Zusätzlich rät die Gewerkschaft dazu, direkt auf Betriebe zuzugehen. Wer nachfragt, könne manchmal noch ein Praktikum oder sogar einen Ausbildungsplatz bekommen.
Auch auf Ausbildungsqualität achten
Bei der Suche geht es nicht nur darum, irgendeinen Platz zu finden. Die IG BAU betont, dass junge Menschen auch auf faire Ausbildungsbedingungen achten sollten. Wichtig seien gute Betreuung, Bezahlung, Perspektiven nach der Ausbildung und Betriebe, die nach Tarif zahlen. Gerade im Bau werden weiter Nachwuchskräfte gebraucht. In der Presseinformation wird das mit dem Bildmotiv von Maurern deutlich gemacht: Aus Steinen werden Wohnungen – aber dafür braucht es junge Leute, die das Handwerk lernen.
Chancen auch nach dem offiziellen Start
Auch wenn viele Ausbildungen im August oder September beginnen, ist ein späterer Einstieg noch möglich. Nach Einschätzung der IG BAU stellen manche Betriebe auch im Oktober noch Auszubildende ein. Wer also noch unsicher ist oder bisher keine Zusage hat, sollte die Suche nicht aufgeben.
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