Im Spremberger Ortsteil Cantdorf/Konopotna hat die Renaturierung des Wiesenteichs begonnen. Der Teich ist stark verkrautet und verlandet und soll in den kommenden Monaten saniert sowie ökologisch aufgewertet werden. Die Arbeiten laufen voraussichtlich bis weit ins kommende Jahr.
Entschlammung des Wiesenteichs
Ein zentrales Ziel der Renaturierung ist die Entschlammung des Teichs, damit soll verhindert werden, dass der Wiesenteich weiter verlandet.
Geplant ist außerdem, wieder unterschiedliche Wassertiefen herzustellen. Künftig soll es Bereiche mit ein bis zwei Metern Tiefe geben, dadurch entstehen bessere Bedingungen für Pflanzen, Tiere und das gesamte Gewässer. Auch der Wasserrückhalt bei Niedrig- und Mittelwasser soll verbessert werden. So sollen Mindestwassertiefen gesichert und das Biotop langfristig stabilisiert werden.
Der Cantdorfer Wiesenteich soll nicht nur wieder offener und nutzbarer werden, sondern auch ökologisch wertvoller. Im Zuge der Arbeiten entstehen Inseln, auf die sich Vögel vor allem während der Brutzeit zurückziehen können. Zusätzlich sollen verschiedene Artengruppen gefördert und neue Lebensräume geschaffen werden.
Außerdem werden Amphibien- und Reptilienschutzzäune aufgestellt. Notwendige Baumfällungen sollen durch Ersatzpflanzungen ausgeglichen werden.
Schlamm wird per Saugbagger entfernt
Für die Entschlammung kommt ein Saugbagger zum Einsatz. Er entnimmt Schlamm- und Sedimentmassen aus dem Teich. Diese werden anschließend in einem nahegelegenen Sedimentationsbecken getrocknet. Zwischen März und voraussichtlich Juli 2027 sollen die getrockneten Sedimente dann über den Amselweg abgefahren und entsorgt werden.
Neben den Arbeiten im Teich selbst wird auch das Auslaufbauwerk instandgesetzt. Dazu kommen landschaftspflegerische Arbeiten rund um das Gewässer. Damit soll nicht nur der Teich saniert, sondern das gesamte Umfeld ökologisch verbessert werden.
4,32 Millionen Euro für die Renaturierung
Die Kosten für die Renaturierung liegen bei rund 4,32 Millionen Euro. Das Projekt wird zu 100 Prozent gefördert. Der Bund übernimmt dabei 80 Prozent, also rund 3,5 Millionen Euro. Die restlichen 20 Prozent übernimmt das Land Brandenburg.
Die Förderung kommt vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Kofinanzierung erfolgt über das Brandenburger Umweltministerium.
Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier zeigte sich zum Start der Arbeiten erleichtert. Nach vielen Jahren Diskussionen, Fördermittelkämpfen und Abstimmungen könne nun ein wertvolles Biotop aufgewertet werden. Auch Eberhard Brünsch vom Kreisanglerverein Spremberg und Cantdorfs Ortsvorsteher René Nakoinz dankten der Stadt für ihren Durchhaltewillen.
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Foto: Konstanze Schirmer/Stadtverwaltung Spremberg/Grodk























