Die modernisierte „Zukunftsfitte Platte“ in Finsterwalde ist mit dem Qualitätssiegel „Gewohnt gut – Fit für die Zukunft“ ausgezeichnet worden. In den Umbau des Wohnhauses in der Mecklenburger Straße 1 hat die städtische Wohnungsgesellschaft rund 4,7 Millionen Euro investiert. Die 30 neu gestalteten Wohnungen sind vollständig vermietet.
Letzter unsanierter Plattenbau im Quartier modernisiert
Das Gebäude im südlichen Stadtgebiet stammt aus DDR-Zeiten. Es war der letzte noch unsanierte Wohnblock in dem bereits modernisierten Quartier. Die Bauarbeiten begannen im September 2021. Zwei Jahre später war der Umbau abgeschlossen. Das Haus wurde vollständig entkernt und im Inneren neu aufgeteilt. Aus bisherigen Drei-Raum-Wohnungen entstanden moderne Zwei-Raum-Wohnungen. Andere Wohnungen wurden vergrößert und haben neue Grundrisse erhalten.
Aufzug und Laubengang sorgen für stufenlosen Zugang
Das frühere Treppenhaus wurde zurückgebaut. An der Seite des Gebäudes entstanden ein neues Treppenhaus, ein Aufzug und ein Laubengang. Damit sind alle 30 Wohnungen stufenlos erreichbar. Besonders für ältere Menschen und Bewohner mit Gehhilfen soll das den Alltag erleichtern. Auch die Ausstattung wurde deutlich verbessert. Die Wohnungen verfügen unter anderem über Tageslichtbäder mit ebenerdigen Duschen und größere Balkone.
Gebäude verbraucht weniger Energie
Bei der Modernisierung wurde auch die Dämmung des Hauses verstärkt. Fassade, Kellerdecke und Dach wurden zusätzlich gedämmt. Außerdem wurden dreifach verglaste Fenster eingebaut, wodurch der Energiebedarf des Gebäudes sinken soll. Nach Angaben der Wohnungsgesellschaft waren die Wohnungen bereits zur Fertigstellung stark nachgefragt. Inzwischen ist das Haus vollständig vermietet. Die Nettokaltmiete liegt bei 7,94 Euro pro Quadratmeter. Die warmen Betriebskosten werden mit 2,80 Euro pro Quadratmeter angegeben.
4,7 Millionen Euro ohne Fördermittel investiert
Die Gesamtkosten des Projekts lagen bei rund 4,7 Millionen Euro. Davon wurden 2,6 Millionen Euro über Kredite finanziert. Weitere 2,1 Millionen Euro brachte die Wohnungsgesellschaft aus eigenen Mitteln auf. Fördermittel wurden für das Projekt nicht genutzt.
150. Qualitätssiegel in Brandenburg vergeben
Das Qualitätssiegel wurde am 17. Juli von BBU-Vorständin Maren Kern und Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach übergeben. Es war zugleich die 150. Vergabe der Auszeichnung. Damit werden Wohnungsprojekte gewürdigt, die bezahlbares Wohnen, moderne Stadtentwicklung, Klimaschutz und die Folgen des demografischen Wandels miteinander verbinden.
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