Ein Fluss in der Nahaufnahme

Wasserkongress fordert neue Lösungen für Brandenburg und Sachsen

LIVEBLOGDieser Eintrag war Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Donnerstag, 2. Juli 2026“.Liveblog ansehen

Wasser ist für Unternehmen, Industrie und Kommunen in Brandenburg, Sachsen und Berlin längst mehr als ein Selbstverständlichkeit. Beim länderübergreifenden Wasserkongress in Dresden forderten Wirtschaft und kommunale Versorger deshalb mehr Investitionen, schnellere Genehmigungen und gemeinsame Lösungen über Ländergrenzen hinweg.

Rund 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Wasserwirtschaft kamen am 1. Juli im Deutschen Hygiene-Museum zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Wasser auch künftig in ausreichender Menge, guter Qualität und zu bezahlbaren Preisen verfügbar bleiben kann.

Wasser wird für Unternehmen immer wichtiger

Weniger Niederschläge, längere Trockenphasen und steigender Bedarf stellen die Wasserversorgung in Ostdeutschland vor große Herausforderungen. Gleichzeitig verändert der Kohleausstieg die Wasserwirtschaft in der Lausitz. Hinzu kommen neue Industrieansiedlungen, wirtschaftliche Entwicklung und der Umbau von Energieversorgung und Produktion.

Die Industrie- und Handelskammern aus Berlin, Brandenburg und Sachsen sehen deshalb die sichere Versorgung mit Wasser als wichtigen Faktor für Standortentscheidungen. Nach Angaben der Veranstalter scheitern Ansiedlungs- und Erweiterungsvorhaben teilweise schon heute daran, dass Wasserressourcen fehlen.

Mehr Geld für Infrastruktur gefordert

Ein zentrales Thema des Kongresses waren die hohen Investitionen, die in den kommenden Jahren notwendig werden. Die Wasserwirtschaft muss auf Klimaveränderungen reagieren, bestehende Anlagen modernisieren und neue gesetzliche Vorgaben erfüllen. Dazu gehört auch die Umsetzung der EU-Kommunalabwasserrichtlinie.

Die Kosten betreffen nicht nur Städte, Gemeinden und Versorger. Auch Unternehmen, besonders in wasser- und energieintensiven Branchen, müssen sich auf Veränderungen einstellen. Vertreter der kommunalen Wasserwirtschaft forderten deshalb langfristige und verlässliche Finanzierungsperspektiven durch Bund und Länder.

Wasser hält sich nicht an Landesgrenzen, deshalb spielte die Zusammenarbeit zwischen Berlin, Brandenburg und Sachsen eine wichtige Rolle beim Wasserkongress. Gefordert wurden regionale Konzepte für die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Gleichzeitig sollen Wasserressourcen besser gesteuert, zusätzliche Speichermöglichkeiten geschaffen und neue Technologien stärker genutzt werden.

Auch die Wiederverwendung von Wasser wurde als wichtiger Baustein genannt. Sie könnte helfen, Wasser effizienter einzusetzen und die Versorgung langfristig abzusichern.

Schneller planen und schneller genehmigen

Neben Investitionen geht es auch um Zeit. Wirtschaftsvertreter fordern, die Verfügbarkeit von Wasser frühzeitig bei neuen Ansiedlungen und Erweiterungen mitzudenken. Dafür brauche es schnellere Verfahren bei Planung und Genehmigung. Gerade in einer Region, die auf neue Industrie, Forschung und Transformation setzt, wird die Frage immer wichtiger: Reicht das Wasser auch für künftige Projekte aus?

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Autor: Redaktion

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