Mähroboter sollen in Brandenburg nachts stehen bleiben. Denn besonders Igel sind durch die Geräte in der Dämmerung und bei Dunkelheit gefährdet. Die Tierschutzkampagne „Dein Einsatz für Igel“ stößt nach Angaben des Landes auf großes Interesse.
Igel erkennen Mähroboter oft zu spät
Viele Igel sind in der Dämmerung und nachts unterwegs. Treffen sie dabei auf einen Mähroboter, kann das für die Tiere gefährlich werden. Die Geräte sind leise. Außerdem erkennen sie kleine Wildtiere nicht immer zuverlässig. Igel können dadurch schwer verletzt werden.
Plakate und Infos stark gefragt
Die Kampagne wurde Ende April bei der dritten Brandenburger Tierschutzkonferenz vorgestellt. Seitdem wurden die Informationen an Tierschutzorganisationen, Vereine, Tierarztpraxen und Kommunen verteilt. Besonders die Plakate sind laut Land stark nachgefragt.
Cottbus und Dahme-Spreewald haben Nachtfahrverbot
Auch in der Lausitz wird das Thema konkreter. Die Stadt Cottbus und der Landkreis Dahme-Spreewald haben per Allgemeinverfügung ein Nachtfahrverbot für Mähroboter erlassen. Andere Kommunen informieren auf ihren Internetseiten über die Gefahr für Wildtiere.
Mähroboter müssen nicht komplett aus bleiben
Verbraucherschutzministerin Hanka Mittelstädt setzt vor allem auf Aufklärung. Viele Menschen wüssten nicht, dass Mähroboter zwischen Abenddämmerung und Morgengrauen für Tiere lebensgefährlich sein können. Wer die Geräte einfach nur tagsüber fahren lässt, könne viel Tierleid verhindern.
Auch Landestierschutzbeauftragte Dr. Anne Zinke betont: Mähroboter sollen nicht verboten werden. Entscheidend sei, sie nachts nicht einzusetzen. Das sei ein einfacher Beitrag zum Tier- und Artenschutz.
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