Eine Sperrung durch eine Baustelle

Stadtring soll erstmal wieder komplett öffnen

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Dienstag, 30. Juni 2026“.Liveblog ansehen

Am Cottbuser Stadtring soll der nördliche Geh- und Radweg künftig wieder genutzt werden können. Wegen der Erdfälle bleibt der Bereich zwar weiter eingeschränkt, die Stadt plant aber eine gesicherte Wegeführung – ähnlich wie auf der südlichen Seite. Die dauerhafte Sanierung der betroffenen Flächen ist ein komplexes Projekt. Die Planungen sollen bis Ende 2026 laufen, der Baubeginn ist für Anfang 2027 vorgesehen.

Neue Wegeführung für Fußgänger und Radfahrer

Der nördliche Geh- und Radweg am Stadttring wurde nach den Erdfällen gesperrt. Künftig soll er mit einer angepassten Führung wieder freigegeben werden. Dafür will die Stadt zusätzliche Sicherungsmaßnahmen einrichten. Sie sollen ermöglichen, dass Fußgänger und Radfahrer die bekannten Schadstellen sicher passieren können. Bis zur endgültigen Sanierung bleibt die Situation damit ein Kompromiss: mehr Nutzbarkeit auf der einen Seite, notwendige Einschränkungen auf der anderen.

Südlicher Weg weiter nutzbar

Auf der südlichen Seite des Stadttrings gibt es bereits seit Längerem eine angepasste Wegeführung. Dort können Fußgänger und Radfahrer die betroffenen Abschnitte umfahren oder umgehen. Dieses Prinzip soll nun auch für den nördlichen Weg genutzt werden.

Die Stadt betont, dass die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer weiter Vorrang hat.

Erdfälle hängen mit Altlastensanierung zusammen

Die Schäden stehen im Zusammenhang mit der laufenden Sanierung des ehemaligen Potsdamer Chemiehandels. Dort sind Boden und Grundwasser historisch belastet. Seit mehr als zwei Jahrzehnten laufen deshalb umfangreiche Arbeiten auf und unter dem Stadttring sowie auf dem Gelände des ehemaligen Chemiehandels. Heute befinden sich dort unter anderem BMX-Bahn und Parkplatz. Insgesamt wurden 55 Schachtbauwerke zur Bodenluftabsaugung und Grundwassersanierung errichtet. Sie sollen Schadstoffe langfristig aus Boden und Grundwasser entfernen.

Seit 2023 mehrere Schäden festgestellt

In den Jahren 2023 und 2024 wurden im Umfeld mehrerer Schachtbauwerke Setzungen und Erdfälle festgestellt. Die Stadt reagierte damals mit Absperrungen, Verkehrseinschränkungen und der Sperrung des nördlichen Geh- und Radwegs. Ein Pilotversuch mit einem speziellen Expansionsharz sollte den Untergrund Ende 2024 stabilisieren. Das Verfahren erfüllte nach Angaben der Stadt aber nicht die fachlichen Anforderungen für eine großflächige Sanierung. Deshalb wurde dieser Ansatz nicht weiterverfolgt.

Planung läuft bis Ende 2026

Für ein dauerhaftes Sanierungskonzept hatte die Stadt bereits 2024 ein Vergabeverfahren gestartet. Mehrere Ausschreibungen blieben zunächst erfolglos. Ende 2025 konnte schließlich ein erfahrenes Ingenieurbüro beauftragt werden. Jetzt laufen die erforderlichen Planungen. Die Aufgabe ist technisch anspruchsvoll: Neben den besonderen geologischen Bedingungen müssen auch die laufende Altlastensanierung und die Lage der Schachtbauwerke im öffentlichen Verkehrsraum berücksichtigt werden.

Nach derzeitiger Planung sollen die Arbeiten bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Anschließend könnte die bauliche Sanierung der Erdfälle Anfang 2027 beginnen.

Stadt bittet um Verständnis

Bis zur dauerhaften Lösung wird es am Stadttring weiter Einschränkungen geben. Die Stadt Cottbus will über die weitere Planung und den Start der Bauarbeiten informieren. Wer dort zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, sollte auf die geänderte Wegeführung und mögliche Absperrungen achten.

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Autor: Redaktion

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