Brandenburgs digitales Programm „Aufenthalt Digital“ wird jetzt bundesweit genutzt. Bereits 350 Ausländerbehörden arbeiten mit dem System. Weitere 100 Behörden haben Interesse angemeldet. Neu ist eine KI-Unterstützung bei Online-Anträgen. Sie wurde unter anderem im Landkreis Dahme-Spreewald getestet und soll Antragstellenden helfen, Unterlagen vollständig und passend hochzuladen.
KI prüft Unterlagen vor dem Antrag
Die KI erkennt, ob hochgeladene Dokumente für den jeweiligen Antrag benötigt werden. Sie kann auch auf fehlende, fehlerhafte oder widersprüchliche Angaben hinweisen.
Das soll Antragstellenden den Weg durch den Online-Antrag erleichtern. Gleichzeitig sollen Ausländerbehörden weniger Unterlagen nachfordern müssen.
Die Nutzung der KI ist freiwillig. Antragstellende können entscheiden, ob sie die Hinweise berücksichtigen. Die endgültige Entscheidung trifft weiterhin immer die zuständige Behörde.
Zunächst bei vier wichtigen Anträgen
Die KI kommt zunächst bei Anträgen für Erwerbstätigkeit, Ausbildung, Familiennachzug und die Niederlassungserlaubnis zum Einsatz. Später soll sie auf weitere Online-Dienste ausgeweitet werden.
Insgesamt umfasst „Aufenthalt Digital“ zehn Online-Dienste. Damit können verschiedene Aufenthaltstitel und Leistungen online beantragt werden.
Pilotprojekt auch im Landkreis Dahme-Spreewald
Die KI-Komponente wurde zu Jahresbeginn testweise eingeführt. Auch das Sachgebiet Migration im Landkreis Dahme-Spreewald war an dem Pilotprojekt beteiligt.
Brandenburg ist bundesweit für das Themenfeld Ein- und Auswanderung im Rahmen des Onlinezugangsgesetzes zuständig. Das Land entwickelt das Angebot gemeinsam mit dem Brandenburgischen IT-Dienstleister, der AKDB und weiteren Partnern weiter.
Die Online-Dienste sind mehrsprachig. Antragsdaten können direkt an die Fachsoftware der Behörden übermittelt werden. Auch fehlende Unterlagen oder Rückfragen lassen sich digital nachreichen und beantworten.
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