Im Prozess um eine mutmaßliche Schutzgelderpressung in Cottbus ist ein weiterer Angeklagter festgenommen worden. Gegen den Mann wurde nun Untersuchungshaft angeordnet.
Damit befinden sich inzwischen alle drei Beschuldigten des Verfahrens in Haft.
Schutzgelderpressung in Cottbus: Weiterer Haftbefehl erlassen
Der Fall wird seit Mitte Mai vor dem Landgericht Cottbus verhandelt.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war der jetzt festgenommene Angeklagte bislang der einzige Beschuldigte, gegen den kein Haftbefehl vorlag.
Die Ermittler begründeten den Antrag auf Untersuchungshaft mit Verdunkelungsgefahr.
Schwere Vorwürfe gegen die Angeklagten
Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Männern unter anderem vor, einen Gastronomen um mehrere tausend Euro erpresst zu haben.
Außerdem sollen weitere Personen bedroht und körperlich angegriffen worden sein.
Die Angeklagten müssen sich deshalb wegen mehrerer schwerwiegender Vorwürfe vor Gericht verantworten.
Zwischenfall während laufender Verhandlung
Bereits in der vergangenen Woche hatte ein Vorfall während des Prozesses für Aufsehen gesorgt.
Im Gericht soll ein Zeuge angegeben haben, bedroht worden zu sein. Nach Angaben aus der Verhandlung soll die betreffende Person an diesem Tag ebenfalls im Gerichtssaal gewesen sein.
Ob dieser Vorfall mit der nun angeordneten Untersuchungshaft zusammenhängt, wurde bislang nicht öffentlich erläutert.
Prozess wird Ende Juni fortgesetzt
Die Beweisaufnahme in dem Verfahren soll Ende Juni weitergehen.
Dann wird das Landgericht Cottbus die Vorwürfe gegen die drei Angeklagten weiter aufarbeiten.
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