Die Justiz in Brandenburg baut den Einsatz von Künstlicher Intelligenz weiter aus. Beschäftigte von Gerichten, Staatsanwaltschaften, Justizvollzugseinrichtungen und dem Justizministerium erhalten künftig Zugang zu einer KI-gestützten Recherchefunktion innerhalb der juristischen Datenbank Beck-online.
KI soll juristische Recherche erleichtern
Mit der neuen Anwendung können Nutzer Rechtsfragen in natürlicher Sprache stellen und erhalten strukturierte Antworten auf Basis der in Beck-online verfügbaren Fachinformationen. Die Ergebnisse sind direkt mit den zugrunde liegenden Quellen wie Gesetzen, Gerichtsentscheidungen oder Kommentaren verknüpft und können überprüft werden.
Brandenburgs Justiz- und Digitalisierungsminister Benjamin Grimm betont, dass die Technologie die Arbeit unterstützen, aber keine Entscheidungen ersetzen soll. Die rechtliche Bewertung bleibe weiterhin Aufgabe der Beschäftigten.
Geschlossenes System statt offene KI-Dienste
Nach Angaben des Ministeriums arbeitet die neue Funktion ausschließlich mit den lizenzierten und aktuellen Inhalten der juristischen Datenbank. Ein Zugriff auf offene KI-Dienste oder das öffentliche Internet findet nicht statt.
Dadurch sollen die Antworten nachvollziehbar und die verwendeten Quellen transparent bleiben.
Datenschutz steht im Fokus
Besonderen Wert legt das Ministerium auf Datenschutz und Datensicherheit. Eingaben werden nach Abschluss der jeweiligen Sitzung gelöscht und dürfen nicht für Trainingszwecke verwendet werden. Die Datenverarbeitung erfolgt ausschließlich in zertifizierten Rechenzentren innerhalb der Europäischen Union.
Zudem dürfen bei der Nutzung keine personenbezogenen Daten in das System eingegeben werden.
Digitalisierung der Justiz wird ausgebaut
Mit der Einführung der KI-gestützten Recherchefunktion setzt Brandenburg seinen Kurs zur weiteren Digitalisierung der Justiz fort. Ziel ist es, den Zugang zu juristischen Fachinformationen zu erleichtern und Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten.
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