Viele Jugendliche in Brandenburg und Berlin sorgen sich weiterhin um die Folgen des Klimawandels. Laut einer aktuellen Sinus-Studie im Auftrag der BARMER rechnet mehr als jede beziehungsweise jeder Zweite mit negativen Auswirkungen auf die eigene Gesundheit.
Die Ergebnisse zeigen: Der Klimawandel bleibt für viele junge Menschen ein großes Zukunftsthema – auch wenn die Angst im Vergleich zu den vergangenen Jahren leicht zurückgegangen ist.
Klimawandel beschäftigt Jugendliche in Brandenburg weiter stark
Rund 55 Prozent der befragten Jugendlichen gehen davon aus, dass sich der Klimawandel negativ auf ihre Gesundheit auswirken wird. Für 47 Prozent ist das Thema weiterhin „sehr wichtig“.
Besonders groß sind die Sorgen vor gesundheitlichen Belastungen durch Hitze, Umweltprobleme oder psychische Folgen der Klimakrise.
37 Prozent der Jugendlichen gaben an, große Angst vor dem Klimawandel zu haben.
Jugendliche setzen auf klimafreundliches Verhalten
Die Studie zeigt aber auch: Viele junge Menschen wollen selbst aktiv werden. Besonders hoch ist die Bereitschaft, klimafreundlicher zu leben.
89 Prozent der Jugendlichen wollen häufiger öffentliche Verkehrsmittel nutzen, 76 Prozent setzen verstärkt auf das Fahrrad. Auch nachhaltiger Konsum spielt eine große Rolle:
- 80 Prozent achten stärker auf regionale Ernährung
- 67 Prozent bevorzugen bewussteren Konsum wie Second-Hand-Einkäufe
- viele wollen Verpackungsmüll vermeiden oder weniger Fleisch essen
BARMER sieht Klimaschutz auch als Gesundheitsschutz
Die BARMER fordert, Gesundheit und Klimaschutz künftig stärker zusammenzudenken. Landesgeschäftsführerin Gabriela Leyh betont, dass junge Menschen die Folgen des Klimawandels längst nicht mehr als fernes Zukunftsszenario wahrnehmen.
Themen wie Hitzebelastung, Allergien oder psychische Belastungen würden für Jugendliche immer konkreter.
Jugendliche wünschen sich Lösungen statt Panik
Auffällig an der Studie: Viele Jugendliche gehen inzwischen sachlicher mit dem Thema um als noch vor einigen Jahren. Statt reiner Angst wünschen sich viele konkrete Lösungen und die Möglichkeit, selbst etwas zu verändern.
Die BARMER sieht darin einen klaren Auftrag an Politik, Bildung und Gesundheitswesen.
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