Egon Wochatz - Foto: Stadt Spremberg

Egon-Wochatz-Platz in Spremberg: Stadt erinnert an früheren Bürgermeister

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In Spremberg/Grodk bekommt der Platz am Bahnhof einen neuen Namen: Am 1. Juni 2026 werden dort das Straßenschild „Egon-Wochatz-Platz“ und eine Erinnerungstafel feierlich enthüllt. Damit würdigt die Stadt einen Mann, der Spremberg über viele Jahre politisch und gesellschaftlich geprägt hat.


Feierliche Enthüllung am 1. Juni in Spremberg

Die Stadtverordnetenversammlung hatte die Umbenennung des Platzes am Bahnhof bereits in ihrer Sitzung am 4. März 2026 beschlossen. Die öffentliche Enthüllung des Straßenschildes und der Erinnerungstafel folgt nun am Montag, 1. Juni 2026, um 11:00 Uhr.

Dass gerade dieses Datum gewählt wurde, ist kein Zufall. Am 1. Juni 1990 trat Egon Wochatz seinen Dienst als Bürgermeister im Spremberger Rathaus an. Genau 36 Jahre später erinnert die Stadt nun öffentlich an seinen Einsatz für die Perle der Lausitz.


Familie enthüllt Schild und Erinnerungstafel

Die feierliche Enthüllung übernehmen Familienangehörige von Egon Wochatz. Damit bekommt die Ehrung auch eine persönliche und emotionale Note.

Mit dem neuen Egon-Wochatz-Platz entsteht in Spremberg nicht nur ein neuer Name im Stadtbild. Die Stadt setzt damit auch ein sichtbares Zeichen der Erinnerung an einen Kommunalpolitiker, der über Jahrzehnte eng mit der Entwicklung der Stadt verbunden war.


Vom Lehrer zum Bürgermeister von Spremberg

Egon Wochatz wurde am 6. Dezember 1936 in Spremberg geboren und starb dort am 14. Dezember 2020. Nach Abitur, Armeedienst und Studium arbeitete er zunächst als Lehrer in Graustein, Spremberg, Lübbenau und Vetschau.

Später war er in Spremberg beim Deutschen Roten Kreuz und anschließend als Pfleger im Altersheim „Herberge zur Heimat“ tätig. Von 1986 bis Mai 1990 war er Erster Sekretär der Spremberger CDU-Kreisorganisation.


Egon-Wochatz-Platz erinnert an prägende Zeit des Umbruchs

Ende 1989 engagierte sich Egon Wochatz am Runden Tisch im damaligen Kreis Spremberg. Am 31. Mai 1990 wurde er von der Stadtverordnetenversammlung zum Bürgermeister der Stadt Spremberg gewählt. Vom 1. Juni 1990 bis zum 3. Mai 2002 stand er an der Spitze der Stadt.

Auch nach seiner Amtszeit blieb er politisch und gesellschaftlich aktiv. Er war Mitglied des Kreistages des Landkreises Spree-Neiße und bis zu seinem Tod Mitglied der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Spremberg/Grodk.


Spremberg würdigt Aufbauarbeit nach der Wende

Mit Egon Wochatz verbindet die Stadt vor allem die Jahre des Umbruchs nach der politischen Wende. Unter seiner Führung wurden in Spremberg demokratische kommunale Strukturen aufgebaut.

Zugleich wurden sichtbare bauliche Schäden im Stadtzentrum beseitigt, die aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und der DDR-Jahre stammten. Durch sein politisches und gesellschaftliches Engagement stärkte er nach Einschätzung der Stadt das Heimatgefühl vieler Spremberger für ihre Stadt.


Erinnerung an Egon Wochatz bleibt im Stadtbild sichtbar

Mit dem Egon-Wochatz-Platz bleibt die Erinnerung an den früheren Bürgermeister künftig dauerhaft im öffentlichen Raum sichtbar. Die Stadt verbindet damit nicht nur Dankbarkeit für sein Wirken, sondern auch ein klares Zeichen für die eigene Geschichte.

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Autor: Redaktion

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