Die Wasserkrise in Brandenburg steht ab heute im Mittelpunkt des Spree Festivals in Cottbus. Vom 7. bis 10. Mai 2026 geht es im Strombad Cottbus um die Frage, wie Wasser in der Lausitz künftig gerecht verteilt, besser geschützt und langfristig gesichert werden kann.
Wasserkrise in Brandenburg: Festival warnt vor austrocknender Spree
Sinkende Grundwasserstände, schrumpfende Seen und Flüsse mit immer weniger Wasser zeigen: Die Lage spitzt sich zu. Die Veranstaltenden sprechen von einer Region, die zunehmend austrocknet.
Besonders kritisch sehen sie, dass große industrielle Verbraucher weiterhin erhebliche Wassermengen nutzen, während Kommunen, Ökosysteme und Bevölkerung stärker unter Knappheit leiden.
Kritik an Großverbrauchern
Im Fokus stehen unter anderem Unternehmen wie LEAG, Tesla und Red Bull. Die Organisatorinnen und Organisatoren fordern, dass hohe Wasserverbräuche politisch stärker reguliert werden.
Nach ihren Angaben gibt es in 15 von 18 Landkreisen in Brandenburg immer wieder Grundwasserstress. Das bedeutet: Es wird mehr Grundwasser entnommen, als sich neu bilden kann.
Debatte über gerechte Wasserpolitik
Beim Festival soll diskutiert werden, wie Wassernutzungsentgelte künftig sozial gerechter gestaltet werden können. Einnahmen könnten aus Sicht der Veranstaltenden in Schutzmaßnahmen, Anpassung und Renaturierung fließen.
Auch die Wiedervernässung von Mooren und die Renaturierung von Auen werden als wichtige Schritte genannt, um natürliche Wasserspeicher zu stärken.
Vier Tage Programm im Strombad Cottbus
Das Spree Festival in Cottbus bietet Vorträge, Workshops, Diskussionen, Konzerte, Ausstellungen und Mitmachangebote. Beteiligt sind unter anderem die Initiative für die Rechte der Spree, das Bündnis „Tesla den Hahn abdrehen“, NABU, BUND und Grüne Liga.
Das Festival ist kostenlos zugänglich. Besucherinnen und Besucher können als Tagesgäste kommen oder vor Ort zelten.
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