Am Freitagmorgen wollen Beschäftigte, Betriebsrat und Vertreter der Region am Industriestandort Schwarze Pumpe ein deutliches Signal senden. Hintergrund ist der aktuelle Referentenentwurf zum Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz, in dem der sogenannte „Südbonus“ für neue Gaskraftwerke weiterhin vorgesehen ist.
Nach Ansicht der Kritiker droht damit, dass der Osten Deutschlands bei Milliardeninvestitionen erneut leer ausgeht – trotz früherer Zusagen aus Berlin.
Streit um Förderung für neue Kraftwerke
Konkret geht es um Investitionen in moderne, wasserstofffähige Gaskraftwerke. Laut aktuellem Entwurf sollen vor allem Projekte im Süden und Westen Deutschlands profitieren.
In der Lausitz sorgt das für massiven Unmut. Besonders am Standort Gaskraftwerk Schwarze Pumpe fühlen sich viele Beschäftigte und Kommunalvertreter übergangen. Vor einem Jahr habe Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche am Kraftwerk Schwarze Pumpe noch faire Chancen für ostdeutsche Standorte in Aussicht gestellt.
Jetzt befürchten Arbeitnehmervertreter, dass diese Zusagen nicht eingehalten werden.
Kundgebung an geplantem Baufeld in Schwarze Pumpe
Unter dem Motto „Milliarden für den Süden, leere Versprechen für den Osten“ ruft der LEAG-Konzernbetriebsrat deshalb am Freitag, 8. Mai 2026, zu einer Kundgebung auf.
Treffpunkt ist um 10 Uhr am geplanten Baufeld für das wasserstofffähige Kraftwerk im Industriepark Schwarze Pumpe. Anschließend ist gegen 10.30 Uhr eine weitere Aktion vor dem Werkstor des Kraftwerks geplant.
Foto: Symbolbild
Die wichtigsten Entwicklungen des Tages in der Lausitz gibt’s jederzeit in unserem Tages-Liveticker auf radiocottbus.de.
























