In der Eurostadt Gubin-Guben soll die medizinische Versorgung künftig einfacher über die deutsch-polnische Grenze hinweg funktionieren. Am 4. Mai 2026 informierten sich hochrangige Vertreter der Woiwodschaft Lubuskie über den Stand des INTERREG VI A-Projekts „Grenzüberschreitende Gesundheitskooperation in der Eurostadt Gubin-Guben“.
Grenzüberschreitende Gesundheitskooperation in der Eurostadt Gubin-Guben nimmt Fahrt auf
Im Mittelpunkt des Treffens stand die Frage, wie Patienten auf beiden Seiten der Neiße künftig leichter medizinische Leistungen nutzen können. Andreas Mogwitz, Geschäftsführer des Diakoniekrankenhauses Naëmi Wilke Guben, stellte den aktuellen Projektstand und mögliche Lösungen vor.
Dabei ging es sowohl um Regelungen für Versicherte deutscher Krankenkassen als auch um Konzepte für Patienten, die in Polen über den Nationalen Gesundheitsfonds NFZ abgesichert sind.
Pilotprojekt soll Abrechnung medizinischer Leistungen ermöglichen
Ein wichtiger nächster Schritt ist die Abstimmung mit dem polnischen Gesundheitsministerium und dem Nationalen Gesundheitsfonds in Warschau. Ziel ist ein Pilotprojekt, das die grenzüberschreitende Durchführung und Abrechnung medizinischer Leistungen ermöglichen soll.
Unterstützung signalisierten der Marschall der Woiwodschaft Lubuskie, Sebastian Ciemnoczołowski, und der Wojewode Marek Cebula.
Große Bedeutung für die Grenzregion
Marschall Ciemnoczołowski betonte, das Vorhaben sei anspruchsvoll und langfristig, zugleich aber von großer Bedeutung für die Grenzregion. Gemeinsam mit dem Wojewoden wolle man die weiteren Arbeiten aktiv unterstützen.
Für die Menschen in Guben, Gubin und der gesamten Grenzregion könnte das Projekt langfristig kürzere Wege, bessere Abstimmung und mehr Sicherheit bei medizinischen Leistungen bedeuten.
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Foto: ©lubuskie.pl
























