Die politische Kriminalität in Brandenburg ist 2025 deutlich gesunken – gleichzeitig nimmt rechte Gewalt weiter zu.
Insgesamt wurden 5.443 politisch motivierte Straftaten registriert. Das sind rund 20 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Doch trotz dieses Rückgangs bleibt die Lage angespannt.
Rückgang mit Grund
Der Rückgang bei der politischen Kriminalität in Brandenburg hat einen klaren Auslöser:
- deutlich weniger Wahlstraftaten
- Rückgang von 1.877 auf 723 Fälle
Auch die Aufklärungsquote ist leicht gestiegen – auf 45,2 Prozent.
rechte Gewalt steigt
Besonders kritisch ist die Entwicklung bei der politischen Kriminalität in Brandenburg im rechten Spektrum:
- 228 Gewaltdelikte insgesamt
- davon 145 rechts motiviert
- Anstieg um 28,3 Prozent
Damit bleibt der rechte Bereich der dominierende Faktor.
Politische Kriminalität in Brandenburg – Propaganda dominiert
Den größten Anteil an der politischen Kriminalität in Brandenburg haben sogenannte Propagandadelikte:
- rund 44 Prozent aller Fälle
- darunter verbotene Symbole und Inhalte
Insgesamt entfallen 3.557 Straftaten auf den Bereich rechts – fast zwei Drittel aller Fälle.
antisemitische Taten hoch
Auch die Zahl antisemitischer Straftaten bleibt hoch:
- 273 Fälle im Jahr 2025
- nur leicht unter Vorjahresniveau
- mehrere Gewaltdelikte darunter
Diese Entwicklung wird von den Behörden als besonders besorgniserregend eingestuft.
Rückgang in anderen Bereichen
Positiv: In anderen Bereichen der politischen Kriminalität in Brandenburg gehen die Zahlen zurück:
- linke Straftaten: minus 35,5 Prozent
- sonstige Delikte: minus 48,2 Prozent
- Straftaten gegen Politiker: leicht gesunken
neue Herausforderungen
Die Polizei beobachtet neue Trends:
- Täter werden jünger
- mehr Taten im Internet
- teilweise höhere Gewaltbereitschaft
Deshalb soll Prävention künftig eine noch größere Rolle spielen.
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