Die Talsperre Spremberg steht kurz vor dem Sommerstauziel – doch die Entwicklung bereitet zunehmend Sorgen. Am 7. April liegt der Wasserstand bei 91,95 m NHN und damit nur 5 Zentimeter unter dem Zielwert.
Sommerstau bei der Talsperre nahezu erreicht
Mit einem aktuellen Füllstand von 97 Prozent und rund 11,14 Millionen Kubikmetern Wasser wirkt die Lage auf den ersten Blick stabil. Der Pegel steigt derzeit langsam um etwa 3 Zentimeter pro Woche.
Doch dieser Anstieg könnte trügerisch sein.
geringe Zuflüsse
Der Zufluss in die Talsperre ist bereits deutlich zu niedrig. Am Pegel Spremberg werden aktuell nur 7,69 m³/s gemessen. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Niedrigwasserwert im April liegt bei 9,75 m³/s.
Diese Entwicklung wird von den Behörden aufmerksam beobachtet – und mit wachsender Besorgnis.
Zu wenig Regen in der Lausitz verschärft die Lage
Ein Hauptproblem bleibt der ausbleibende Niederschlag. In Cottbus wurden seit Jahresbeginn lediglich 85,3 Millimeter Regen registriert. Das entspricht nur 73,6 Prozent des üblichen Wertes.
Auch die kurzfristige Wetterprognose bringt keine Entlastung: In den kommenden zehn Tagen sind keine nennenswerten Niederschläge in Sicht.
Verdunstung steigt – Wetterlage bleibt blockiert
Mit steigenden Temperaturen und Beginn der Vegetationszeit nimmt die Verdunstung deutlich zu. Gleichzeitig verhindern stabile Hochdrucklagen weiterhin das Eindringen von regenbringenden Tiefdruckgebieten.
Selbst ein angekündigtes Tiefdruckgebiet wird sich nach aktuellen Einschätzungen auflösen – ohne spürbaren Regen für das Einzugsgebiet der Spree.
Behörden beobachten Entwicklung genau
Die hydrologische Lage wird kontinuierlich überwacht. Je nach Entwicklung könnten Maßnahmen folgen. Klar ist schon jetzt: Ein anhaltender Landregen wäre dringend nötig, um die Situation zu entspannen.
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