Strukturwandel: Delegation aus Konin zu Gast in Cottbus

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Der Strukturwandel in der Lausitz bekommt internationale Unterstützung: Eine hochrangige Delegation aus dem polnischen Konin war jetzt zwei Tage lang zu Gast in Cottbus. Im Mittelpunkt standen erneuerbare Energien, Wasserstoff, Arbeitsmarktfragen und gemeinsame Zukunftsprojekte.

Beide Regionen sind vom Kohleausstieg geprägt. Beide stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Und beide wollen den Strukturwandel als Chance nutzen.


Strukturwandel über Grenzen hinweg gedacht

Die Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WRL) arbeitet seit Mitte 2025 eng mit der polnischen Entwicklungsagentur ARR Konin zusammen. Jetzt wurde diese Partnerschaft mit einem persönlichen Treffen in Cottbus weiter vertieft.

Konin in der Woiwodschaft Großpolen war – genau wie die Lausitz – stark von Braunkohle abhängig. Der Weg hin zu einer klimaneutralen, emissionsarmen Wirtschaft ist für beide Regionen ein Kraftakt.

WRL-Geschäftsführer Heiko Jahn betont: Internationale Kooperation sei entscheidend, um vom gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu profitieren. Was funktioniert? Wo gibt es Hürden? Und wie lassen sich Projekte gemeinsam schneller umsetzen?


Innovation im Fokus: Energie, Forschung, Arbeitsmarkt

Ein zentraler Programmpunkt war der Besuch im Energie-Innovationszentrum (EIZ) an der BTU Cottbus-Senftenberg. Dort ging es um neue Forschungsansätze im Energiebereich, um Cybersecurity in Energienetzen sowie um innovative Technologien zur Herstellung von Methan und Methanol.

Der Strukturwandel lebt von Innovation. Deshalb spielte auch die Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft eine große Rolle.

Darüber hinaus wurden EU-Förderprogramme wie der Just Transition Fund sowie Projekte wie „Life after Coal“ diskutiert. Ziel: Fördermittel gezielt nutzen, um nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen.


Strukturwandel in der Praxis: Bahnwerk als Vorzeigeprojekt

Wie industrieller Strukturwandel konkret aussehen kann, zeigte der Besuch im Fahrzeuginstandhaltungswerk der Deutschen Bahn in Cottbus. Das Werk gilt als eines der wichtigsten Strukturwandelprojekte der Region.

Hier entstehen neue industrielle Arbeitsplätze – als Ersatz für wegfallende Jobs im Kohlesektor. Für viele Lausitzer ist das ein starkes Signal: Transformation kann funktionieren.


Kommunen im Dialog

Am zweiten Tag stand der Austausch mit Lausitzer Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Mittelpunkt. Im Stadthaus Cottbus ging es um Infrastruktur, Energieversorgung und neue wirtschaftliche Perspektiven.

Auch konkrete Beispiele aus Polen wurden vorgestellt. Themen wie Geothermie und moderne Fernwärmekonzepte im Kohlebecken Konin zeigen, wie nachhaltige Energieversorgung künftig aussehen kann.

Begleitet wurde der Besuch unter anderem vom stellvertretenden deutschen Generalkonsul in Wrocław.


Lausitz als Modellregion für Strukturwandel

Die Partnerschaft zwischen der Lausitz und Konin soll weiter ausgebaut werden. Beide Regionen setzen auf Innovation, erneuerbare Energien und grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Der Strukturwandel bleibt eine der größten Aufgaben unserer Region. Doch solche Treffen zeigen: Die Lausitz steht damit nicht allein da.

Alle Entwicklungen rund um den Strukturwandel in der Lausitz hört Ihr regelmäßig bei Radio Cottbus und findet sie jederzeit auf radiocottbus.de.

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Autor: Redaktion

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