Seit Wochen prägen Schnee, Eis und Schneematsch das Bild in Berlin und Brandenburg. Doch unter der weißen Decke herrscht Berlin und Brandenburg extreme Trockenheit. Der aktuelle Dürremonitor zeigt: Die Böden sind so trocken wie statistisch nur einmal in 50 Jahren.
extreme Trockenheit im Dürremonitor deutlich sichtbar
Die Karten des Dürremonitors des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung markieren die Region tiefrot. Besonders betroffen: der Berliner Raum und die Uckermark. Dort herrscht derzeit extremer Trockenstress – und zwar bis in zwei Meter Tiefe.
Obwohl überall Schnee liegt, fehlt dem Boden Wasser. Der Grund: Die gefallene Schneemenge enthielt deutlich weniger Feuchtigkeit, als es optisch wirkte.
Viel Schnee – aber zu wenig Wasser
Der Eindruck täuscht. Im Dezember fiel in Brandenburg nur rund ein Drittel des üblichen Niederschlags, im Januar etwa zwei Drittel. Insgesamt fehlen bislang bis zu 200 Liter pro Quadratmeter.
Das bedeutet: Selbst wenn der Schnee schmilzt, reicht die Wassermenge nicht aus, um die Defizite auszugleichen. Damit sich die Lage entspannt, müsste es nun bis weit ins Frühjahr hinein ergiebig und dauerhaft regnen.
extreme Trockenheit: Warum der Frost nicht schuld ist
Der gefrorene Boden klingt zunächst wie ein zusätzliches Problem. Tatsächlich ist er es aber nicht.
Wenn der Schnee taut, kann das Wasser trotzdem in den Boden eindringen. Denn der Untergrund ist nicht komplett durchgefroren wie Beton. Im Erdreich bleiben kleine Hohlräume, durch die Schmelzwasser versickern kann.
Das heißt: Der Frost blockiert das Wasser nicht dauerhaft. Das eigentliche Problem ist, dass es hat in den vergangenen Wochen schlicht zu wenig Niederschlag gegeben hat. Entscheidend ist nun, ob in den kommenden Monaten ausreichend Regen fällt.
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