Ein Zimmerer schneidet Holzbalken

Handwerkskammer: Tempo bei der Bauordnung entscheidet über Zukunft der Bauwirtschaft

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Dienstag, 3. Februar 2026“.Liveblog ansehen

Die Handwerkskammer Cottbus warnt eindringlich: Verzögert sich die Umsetzung der Novelle der Brandenburgischen Bauordnung weiter, drohen Auftragsverluste, Jobabbau und ein massiver Stillstand am Bau. Die Betriebe brauchen jetzt klare Entscheidungen statt politischer Hängepartien.

Novelle der Brandenburgischen Bauordnung muss jetzt wirken

Nach Ansicht der Handwerkskammer geht die geplante Reform grundsätzlich in die richtige Richtung. Schnellere Genehmigungsverfahren, weniger Bürokratie und mehr Planungssicherheit könnten dringend benötigte Impulse für die Bauwirtschaft liefern. Entscheidend sei jedoch nicht das Ankündigen, sondern die konsequente Umsetzung.

Klare Fristen bringen Verlässlichkeit

Besonders wichtig für die Betriebe sind verbindliche Zeitvorgaben:
Innerhalb von vier Wochen soll künftig die Vollständigkeit von Bauanträgen geprüft werden. Nachforderungen sollen nur noch einmal möglich sein, Fachbehörden erhalten eine Frist von einem Monat. Bleibt eine Rückmeldung aus, dürfen öffentliche Belange Bauvorhaben nicht länger blockieren. Diese Klarheit schafft Planungssicherheit.

Digitale Bauanträge als überfälliger Schritt

Die vollständige Digitalisierung der Bauanträge wie in der Novelle der Brandenburgischen Bauordnung vorgesehen, gilt als zentrale Voraussetzung, um Verfahren transparenter und effizienter zu gestalten. Einheitliche Standards sollen dazu beitragen, dass Bauprojekte schneller starten können und Verwaltung wie Betriebe entlastet werden.

Mehr Spielraum senkt Baukosten

Zusätzliche Erleichterungen beim Bauen im Bestand, bei innovativen Wohnformen und nachhaltigen Technologien sowie weniger Vorgaben für Stellplätze, Spielplätze und Nebenflächen könnten die Baukosten spürbar senken und neue Projekte ermöglichen.

Zeitfaktor entscheidet über Baujahr 2026

Die Handwerkskammer warnt ausdrücklich davor, die Umsetzung der Novelle auf die Zeit nach den Koalitionsverhandlungen zu verschieben. Werden Entscheidungen erst im Herbst getroffen, sei der Bauboom für 2026 verloren, da Projekte lange im Voraus geplant und genehmigt werden müssen.

Appell an die Landesregierung

Der Appell ist unmissverständlich: Bürokratieabbau duldet keinen Aufschub. Wer den Bau ankurbeln will, muss jetzt handeln – im Interesse der Betriebe, der Bauherren und des Wirtschaftsstandorts Brandenburg, so die Handwerkskammer Cottbus.

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Autor: Redaktion

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