Fast 76 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln haben im Jahr 2025 die Stadtentwicklung in Brandenburg maßgeblich vorangebracht. 69 Kommunen nutzten die Förderung, um Zentren zu beleben, Quartiere zu stabilisieren und ihre Städte zukunftsfähig aufzustellen. Zum Jahresende zieht das Infrastrukturministerium eine klare Bilanz der Städtebauförderung 2025.
Städtebauförderung 2025: Unterstützung für 116 Projektgebiete
Im zurückliegenden Programmjahr wurden 116 Projektgebiete in ganz Brandenburg gefördert. Die Mittel flossen in die drei bewährten Programme Lebendige Zentren, Wachstum und nachhaltige Erneuerung sowie Sozialer Zusammenhalt. Ziel war es, bauliche Qualität, soziale Stabilität und nachhaltige Entwicklung gleichermaßen zu stärken.
Milliardeninvestitionen zeigen Wirkung im ganzen Land
Bauminister Detlef Tabbert zieht eine positive Bilanz: Seit 1991 haben Bund und Land insgesamt rund 4,1 Milliarden Euro für die Städtebauförderung bereitgestellt. Gemeinsam mit kommunalen Eigenmitteln wurden Innenstädte saniert, historisches Erbe bewahrt und benachteiligte Quartiere spürbar aufgewertet.
Die Städtebauförderung 2025 habe erneut gezeigt, dass jeder eingesetzte Euro langfristig Wirkung entfaltet – sichtbar im Stadtbild und im gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Lebendige Zentren: Mehr Leben in Stadt- und Ortskernen
Mit 32,9 Millionen Euro war das Programm Lebendige Zentren der größte Förderschwerpunkt des Jahres. Im Fokus standen die Stärkung und Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen als Orte für Wohnen, Arbeiten, Handel, Bildung und Kultur.
Besonders wichtig war 2025 die Weiterentwicklung historischer Altstädte unter Berücksichtigung des städtebaulichen Denkmalschutzes – ein zentraler Beitrag zur Identität vieler Kommunen.
Wachstum und nachhaltige Erneuerung: Strukturwandel aktiv begleitet
Für Wachstum und nachhaltige Erneuerung standen 25,9 Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm unterstützte Städte und Gemeinden beim Umgang mit demografischem Wandel, Leerstand und Funktionsverlusten.
Gefördert wurden unter anderem:
- die Aufwertung von Quartieren,
- der Rückbau dauerhaft leerstehender Gebäude,
- die Sanierung und Sicherung von Altbauten,
- sowie die Anpassung von Infrastruktur und Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung.
Sozialer Zusammenhalt: Quartiere im Mittelpunkt
Das Programm Sozialer Zusammenhalt wurde 2025 mit 17,3 Millionen Euro umgesetzt. Neben baulichen Maßnahmen lag der Fokus auf dem Miteinander im Quartier.
Quartiersmanagement, Bürgerbeteiligung und ehrenamtliches Engagement spielten eine zentrale Rolle. Themen wie Generationengerechtigkeit, Sicherheit, Integration und Umweltgerechtigkeit rückten stärker in den Vordergrund und verbesserten die Lebensqualität spürbar.
Ausblick: Mehr Mittel, mehr Verantwortung
Zum Jahresende wurde auch der Blick nach vorn gerichtet: Der Bund plant, die Städtebauförderung in den Jahren 2026 bis 2029 deutlich aufzustocken. Damit steigt zugleich die Bedeutung der Kofinanzierung durch Land und Kommunen, um diese Chancen künftig voll nutzen zu können.
Fazit: Die Städtebauförderung 2025 hat Brandenburgs Städte und Gemeinden nachhaltig gestärkt – baulich, sozial und wirtschaftlich.























