© Norman Hoffmann / Blaulichtreport Lausitz

Kohlebrand in Cottbus: Neun Tonnen Kohle entzünden sich selbst in einem Keller

Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz in Cottbus: In einem Keller an der Senftenberger Straße haben sich rund neun Tonnen eingelagerte Kohle selbst erhitzt. Dabei entzündete sich ein Teil des Brennmaterials und es entstand Rauch. Insgesamt 38 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, um die Gefahr zu beseitigen.

Die Arbeiten waren besonders aufwendig, weil die Kohle vollständig von Hand aus dem Keller gebracht werden musste.

Kohlebrand in Cottbus: Feuerwehr entdeckt Ursache im Keller

Ursprünglich war die Feuerwehr wegen eines vermeintlich kleineren Brandes alarmiert worden.

An der Einsatzstelle stellte sich jedoch heraus, dass feucht eingelagerte Kohle die Ursache für die Rauchentwicklung war.

Nach Angaben von Einsatzleiter Ronny Mager hatte sich das Brennmaterial durch chemische Prozesse immer weiter erwärmt.

Schließlich erreichte die Kohle eine Temperatur, bei der es zur Selbstentzündung kam.

Laut Eigentümer lagerten etwa neun Tonnen Kohle in dem betroffenen Keller.

38 Feuerwehrkräfte müssen Kohle von Hand entfernen

An dem Einsatz waren insgesamt 38 Kräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Cottbus beteiligt.

Nachdem die Feuerwehr den Brand abgelöscht hatte, musste das eingelagerte Brennmaterial aus dem Gebäude entfernt werden.

Dafür transportierten die Einsatzkräfte die Kohle vollständig per Hand aus dem Keller.

Anschließend wurde sie auf einer benachbarten Wiese verteilt, damit sie weiter abkühlen konnte.

Verkehr auf der Sielower Straße beeinträchtigt

Der Feuerwehreinsatz hatte auch Auswirkungen auf den Verkehr.

Auf der Sielower Straße kam es zu Einschränkungen. Betroffen waren sowohl der öffentliche Nahverkehr als auch der übrige Straßenverkehr.

Wann der Einsatz vollständig abgeschlossen sein wird, ist bislang nicht bekannt.

Nach den Räumungsarbeiten ist eine abschließende Freimessung vorgesehen. Danach soll die Einsatzstelle wieder an den Eigentümer übergeben werden.

Feuerwehr warnt vor feucht eingelagerter Kohle

Einsatzleiter Ronny Mager weist darauf hin, dass Kohle unter bestimmten Bedingungen auch ohne eine äußere Zündquelle in Brand geraten kann.

Besonders problematisch ist feuchtes Brennmaterial, bei dem durch chemische Reaktionen Wärme entstehen kann.

Kann diese Wärme nicht entweichen, steigt die Temperatur innerhalb der Kohle weiter an.

Die Feuerwehr empfiehlt deshalb, Kohle ausschließlich trocken einzulagern.

Bereits feuchte Kohle sollte nicht in geschlossenen Lagerräumen aufbewahrt werden. Außerdem sollte vor der Einlagerung geprüft werden, ob das Material bereits ungewöhnlich warm ist.

Selbstentzündung von Kohle kommt in Cottbus gelegentlich vor

Nach Angaben des Einsatzleiters hat es im Cottbuser Stadtgebiet bereits vergleichbare Vorfälle gegeben.

Alltäglich sind solche Einsätze für die Feuerwehr allerdings nicht.

Der aktuelle Vorfall zeigt, wie aufwendig die Beseitigung einer solchen Gefahrenlage werden kann, wenn größere Mengen Brennmaterial betroffen sind.

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Autor: Redaktion

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