Forst steht erneut ohne einen eigenen Kinderarzt da. Der bisher einzige Kinderarzt der Stadt, Andreas Fink, ist in den Ruhestand gegangen. Viele Familien müssen sich nun vorerst wieder außerhalb von Forst nach medizinischer Hilfe umsehen, wenn Kinder krank sind.
Für Eltern ist das eine schwierige Situation, denn so eine Krankheit kommt selten passend. Mal ist es Fieber am Abend, mal Husten, Bauchschmerzen oder der Anruf aus der Kita. Dann zählt vor allem schnelle Hilfe und kurze Wege.
Kinderarzt in Forst war eine Zwischenlösung
Andreas Fink hatte im Medizinischen Versorgungszentrum Forst rund anderthalb Jahre lang kleine Patientinnen und Patienten behandelt. Eigentlich hätte er schon früher in den Ruhestand gehen können. Trotzdem sprang er noch einmal ein, weil die Stadt bereits zuvor längere Zeit ohne Kinderarzt war.
Schon 2024 gab es in Forst fast ein Jahr lang keine kinderärztliche Versorgung. Fink übernahm damit eine wichtige Übergangsrolle für Familien in der Stadt und der Umgebung. Jetzt ist diese Übergangslösung beendet. Damit ist die Suche nach einem neuen Kinderarzt wieder eines der dringendsten Gesundheitsthemen in Forst.
MVZ arbeitet an neuer Lösung
Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) arbeitet nach eigenen Angaben daran, die Stelle möglichst schnell wieder zu besetzen. Geschäftsführer Andreas Mogwitz macht deutlich, dass die Suche läuft.
Einfach ist das aber nicht, Kinderärzte sind in vielen Regionen schwer zu finden. Gerade kleinere Städte stehen dabei oft vor der Herausforderung, Fachärztinnen und Fachärzte langfristig an den Standort zu binden.
Wohin Eltern aktuell gehen können
Solange es in Forst keinen eigenen Kinderarzt gibt, müssen Eltern auf Praxen in anderen Orten ausweichen. Viele Familien haben sich bereits in der Lausitz umgeschaut, weil die Situation in Forst nicht zum ersten Mal schwierig ist.
Das MVZ verweist darauf, dass Familien inzwischen wissen, welche Alternativen es in der Region gibt. Trotzdem bleibt klar: Eine eigene kinderärztliche Versorgung in Forst wäre für viele deutlich besser.
Primärversorgungszentrum ist in Planung
Langfristig soll in Forst ein Primärversorgungszentrum entstehen. Dort sollen verschiedene medizinische Angebote gebündelt werden. Patientinnen und Patienten sollen so an einem Ort mehrere wichtige Gesundheitsleistungen finden. Das kann Wege verkürzen, Abläufe vereinfachen und die Versorgung in der Stadt stärken. Noch befindet sich das Projekt aber in der Planung. Für die akute Kinderarzt-Lücke löst es das Problem deshalb nicht sofort.
Noch ist offen, wann in Forst wieder ein neuer Kinderarzt startet. Das MVZ arbeitet an einer Nachfolge, bis dahin müssen Eltern vorerst auf andere Praxen in der Region ausweichen.
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