Filmklappe

FilmFestival Cottbus startet mit 147 Filmen aus 43 Ländern

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Dienstag, 3. November 2026“.Liveblog ansehen

Das FilmFestival Cottbus startet heute, am 3. November, mit 147 Filmen aus 43 Ländern. Bis Sonntag, 8. November, rückt das Festival erneut das osteuropäische Kino in den Mittelpunkt. In diesem Jahr setzt das Programm besondere Schwerpunkte auf Lettland und Montenegro. Kurzfilme, Dokumentationen, Spielfilme und Animationen stehen auf dem Programm. Dabei geht es um Geschichte, gesellschaftliche Konflikte, Krieg und Flucht, aber auch um ganz alltägliche Geschichten.

Lettland und Montenegro stehen besonders im Fokus

Einen Schwerpunkt bildet in diesem Jahr Lettland. Das Festival zeigt unter anderem den Oscar-prämierten Animationsfilm „Flow“ von Gints Zilbalodis sowie weitere historische Filme und Kurzfilme. Das Festival eröffnet mit dem lettischen Drama „Escape Net“ von Dzintars Dreibergs. Die Geschichte spielt in Riga in den 1960er Jahren und erzählt von einer lettischen Basketballspielerin, die für das Frauenteam in der sowjetischen Liga antritt und dabei vom KGB beobachtet wird.

Auch Montenegro bekommt einen eigenen Schwerpunkt. Die Filme zeigen unter anderem das Leben auf dem Hochplateau Sinjajevina und erzählen außergewöhnliche Geschichten aus dem Alltag des Landes.

Ukrainische Filme erzählen vom Krieg und vom Leben daneben

Mehrere Beiträge beschäftigen sich in diesem Jahr mit der Ukraine. In „Hirnyk“ begleitet Regisseur Mykola But ein Evakuierungsteam in einer Kleinstadt im Donbass. But arbeitet selbst in diesem Team und dokumentiert unter anderem mit einer Helmkamera, wie Helfer Menschen aus gefährdeten Gebieten bringen. Andere Filme erzählen bewusst Geschichten abseits des unmittelbaren Kriegsgeschehens. In „On Drive“ liefern sich vier Freunde illegale Autorennen im schwer vom Krieg getroffenen Charkiw. Der historische Thriller „All Shades of Temptation“ spielt dagegen im Jahr 1897 in Lemberg.

Der Kurzfilm „Rapture I-Visit“ erzählt von einem jungen Ukrainer im Exil. Weil seine Heimatstadt besetzt ist, rekonstruiert er seine frühere Wohnung anhand von Fotos virtuell und besucht sie über eine VR-Brille.

Auch Künstliche Intelligenz spielt eine Rolle

Das FilmFestival Cottbus greift in diesem Jahr außerdem die Frage auf, wie Künstliche Intelligenz das Kino verändert. Unter den 147 Filmen befinden sich zwei vollständig mit KI produzierte Beiträge. Dazu gehören der Spielfilm „A Woman Asleep“ von Vikki Bardot und die Dokumentation „Post Truth“ von Alkan Avcıoğlu. Das Festival ergänzt die Filme mit einer Diskussion über KI im Kino. Dabei geht es unter anderem um Kontrolle, Zufall und die Frage, wie sich manipulierte Bilder von Realität unterscheiden lassen.

Internationale Jury vergibt mehrere Preise

Eine internationale Jury bewertet die Beiträge und vergibt Auszeichnungen in den Kategorien Bester Film, Beste Regie und herausragende darstellerische Einzelleistung. Zur Jury gehört in diesem Jahr auch Schauspielerin Claudia Geisler-Bading, die unter anderem aus dem „Spreewaldkrimi“ bekannt ist. Neben den Filmvorführungen bietet das Festival Workshops und Gesprächsrunden an. Junge Filmschaffende können außerdem Ausschnitte und noch nicht fertiggestellte Projekte präsentieren.

Was heute in der Lausitz sonst noch wichtig ist, lest ihr in unserem Tages-Liveticker auf radiocottbus.de.

Hinweis: Wenn du etwas googelst, bekommst du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn du radiocottbus.de als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für dich auf.  Füge radiocottbus.de hier als bevorzugte Quelle hinzu.

---
---

Autor: Redaktion

Und auf Radio Cottbus …

mehr Lausitznews