Kurz vor Beginn der Grippesaison ruft Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke dazu auf, den eigenen Impfschutz zu prüfen. Besonders im Blick stehen ältere und chronisch kranke Menschen.
Grippesaison beginnt Anfang Oktober
Die Grippesaison umfasst in der Regel den Zeitraum von Anfang Oktober bis Mitte Mai. Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke ruft deshalb dazu auf, sich rechtzeitig über Schutzimpfungen gegen Atemwegserkrankungen zu informieren. Dabei geht es neben Influenza auch um RSV, Pneumokokken und Corona. Bei der Grippe empfiehlt die Ständige Impfkommission die jährliche Impfung insbesondere für Menschen ab 60 Jahren, chronisch Erkrankte, Schwangere sowie Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Auch bestimmte Berufsgruppen und Menschen mit engem Kontakt zu Risikopersonen gehören dazu.
Mehr als 12.800 Grippefälle in Brandenburg
In der vergangenen Grippesaison 2025/2026 wurden in Brandenburg nach aktuellen Angaben des Gesundheitsministeriums 12.802 bestätigte Influenza-Infektionen registriert. In der Saison davor waren es 18.719 Fälle. Gleichzeitig ist die Grippe-Impfquote bei älteren Menschen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. In der Saison 2020/2021 waren 65,1 Prozent der über 60-Jährigen gegen Influenza geimpft. In der Saison 2024/2025 waren es noch 48,6 Prozent. Wilke weist darauf hin, dass eine Influenza auch schwere Krankheitsverläufe verursachen kann. Besonders ältere Menschen sollten das Risiko nach seinen Angaben ernst nehmen.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Grippeimpfung?
Das Robert Koch-Institut nennt für die jährliche Grippeimpfung grundsätzlich den Zeitraum ab Oktober bis Mitte Dezember. Nach der Impfung benötigt der Körper in der Regel zehn bis 14 Tage, um den Impfschutz vollständig aufzubauen. Wer diesen Zeitraum verpasst, kann die Impfung je nach Verlauf der Grippewelle auch später noch nachholen. Der Influenza-Impfstoff wird für jede Saison an die erwarteten Virusvarianten angepasst.
Ob und welche Impfung im Einzelfall sinnvoll und empfohlen ist, kann mit der Hausärztin oder dem Hausarzt besprochen werden. Eine Grippeschutzimpfung kann bei entsprechender Empfehlung auch gemeinsam mit einer Corona-Impfung verabreicht werden. Laut RKI ist außerdem eine gleichzeitige Gabe mit bestimmten RSV-Impfstoffen möglich, wenn für beide Impfungen eine entsprechende Empfehlung besteht.
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