Die LEAG hat heute in der Lausitz gleich drei große Energieprojekte gestartet. Der Windpark Forst-Briesnig 2 und der erste Bauabschnitt des Energieparks Bohrau sind offiziell in Betrieb gegangen. Gleichzeitig hat in Jänschwalde der Bau der GigaBattery Jänschwalde 1000 begonnen.
Bei einem Festakt in Forst kamen dazu Vertreter aus Politik, Kommunen und Wirtschaft zusammen. Mit dabei war auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke.
17 neue Windräder bei Forst
Der neue Windpark Forst-Briesnig 2 steht auf rekultivierten Flächen des ehemaligen Tagebaus Jänschwalde. Insgesamt wurden dort 17 Windenergieanlagen mit zusammen 105 Megawatt Leistung errichtet.
Nur wenige Kilometer entfernt geht außerdem der erste Abschnitt des Energieparks Bohrau in Betrieb. Auf rund 130 Hektar stehen etwa 230.000 Solarmodule. Die Anlage kommt auf rund 130 Megawattpeak Leistung und soll nach Angaben der LEAG jährlich etwa 130 Gigawattstunden Strom erzeugen. Die Flächen gehören ebenfalls zur Bergbaufolgelandschaft des Tagebaus Jänschwalde.
Baustart für GigaBattery Jänschwalde
Das größte der drei Projekte entsteht am Kraftwerksstandort Jänschwalde. Dort beginnt der Bau der GigaBattery Jänschwalde 1000.
Der Batteriespeicher soll 1.000 Megawatt Leistung und eine Speicherkapazität von 4.000 Megawattstunden bekommen. Damit könnte nach Berechnungen der LEAG rechnerisch der Strombedarf von rund 1,6 Millionen Haushalten für vier Stunden gespeichert werden. Die Inbetriebnahme ist für 2028 vorgesehen.
Die Batterie soll vor allem dann Strom aufnehmen, wenn viel Energie aus Wind- und Solaranlagen verfügbar ist. Bei Bedarf kann die gespeicherte Energie später wieder ins Netz abgegeben werden.
Mehr als eine Milliarde Euro investiert
Die drei Projekte sind Teil der sogenannten GigawattFactory der LEAG. Das Konzept verbindet erneuerbare Stromerzeugung mit großen Batteriespeichern und perspektivisch flexibel steuerbaren Kraftwerken.
Nach Angaben des Unternehmens sind bislang mehr als eine Milliarde Euro in verschiedene Projekte der GigawattFactory investiert worden. Der neue Wind- und Solarpark sollen den beteiligten Standortkommunen zusammen zudem rund 1,2 Millionen Euro pro Jahr an kommunaler Beteiligung bringen.
Die LEAG will damit frühere Bergbau- und Kraftwerksstandorte schrittweise für neue Energieprojekte nutzen. Bestehende Stromnetze, Industrieflächen und Infrastruktur sollen dabei weiterverwendet werden.
Weitere Wind- und Solarprojekte geplant
Der Ausbau soll in der Lausitz weitergehen. Für einen zweiten Bauabschnitt des Energieparks Bohrau hat die LEAG nach eigenen Angaben bereits einen Bauantrag für bis zu 120 Megawatt gestellt.
Weitere Windenergieanlagen sind unter anderem im Umfeld des Cottbuser Ostsees und auf Flächen der Bergbaufolgelandschaft Jänschwalde vorgesehen.
Damit wächst rund um Jänschwalde und Forst Schritt für Schritt ein neuer Energieverbund aus Windkraft, Photovoltaik und großen Batteriespeichern.
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