Stadtmuseum im Sommer

Offensive Kulturgutschutz startet in Cottbus: Stadtmuseum bekommt 32.000 Euro

LIVEBLOGDieser Eintrag ist Teil des Liveblogs „Lausitz Live – Der Tag im Ticker – Dienstag, 15. September 2026“.Liveblog ansehen

Cottbus und Spree-Neiße werden zur Modellregion für den Schutz von Kulturgütern in Notfällen. Kulturministerin Manja Schüle hat im Stadtmuseum Cottbus den Startschuss für die „Offensive Kulturgutschutz“ gegeben. Gleichzeitig wurden zwei Förderbescheide über insgesamt 32.000 Euro übergeben.

Mit dem Projekt sollen Museen besser auf Gefahren wie Hochwasser, Stürme oder Brände vorbereitet werden. In einem ersten Schritt stehen rund 20 Museumsstandorte in Cottbus und Spree-Neiße im Mittelpunkt.

Offensive Kulturgutschutz startet in Cottbus und Spree-Neiße

Die „Offensive Kulturgutschutz“ wurde vom Museumsverband Brandenburg als Projekt zur Notfallvorsorge für bewegliche Kulturgüter entwickelt.

Cottbus und Spree-Neiße wurden als Modellregion ausgewählt. Dort besteht bereits seit 2024 ein Notfallverbund, in dem Museen, Archive, Bibliotheken und weitere Einrichtungen zusammenarbeiten.

Beteiligt sind unter anderem Einrichtungen in Cottbus, Forst, Spremberg und Guben sowie die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz.

Rund 20 Museumsstandorte werden untersucht

Zunächst ist eine Risikoanalyse für etwa 20 Museumsstandorte vorgesehen.

Dabei soll untersucht werden, welche Gefahren bestehen und wie sich die Einrichtungen besser auf mögliche Notfälle vorbereiten können.

Im zweiten Schritt sollen 2027 individuelle Notfallpläne entstehen.

Aus den Erfahrungen der Modellregion soll später ein Konzept entwickelt werden, das auch auf andere Landkreise in Brandenburg übertragen werden kann.

32.000 Euro für das Stadtmuseum Cottbus

Beim Projektstart wurden zwei Förderbescheide über insgesamt 32.000 Euro übergeben.

20.000 Euro sind für die „Offensive Kulturgutschutz“ vorgesehen. Weitere 12.000 Euro fließen in das Leitbildverfahren des Stadtmuseums.

Zusätzlich erhielt das Stadtmuseum eine vom Land finanzierte Notfallbox.

Darin befinden sich Materialien und Werkzeuge, mit denen beschädigte Kulturgüter unter anderem geborgen, gereinigt, gesichert und dokumentiert werden können. Auch bei der Evakuierung von Kulturgütern sollen die Materialien helfen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Kulturministerium die Anschaffung von 17 solcher Notfallboxen mit rund 16.000 Euro gefördert.

Rund eine Million Objekte in den Cottbuser Sammlungen

Zu den Städtischen Sammlungen in Cottbus gehören Stadtmuseum, Stadtarchiv und Wendisches Museum. Zusammen umfassen sie rund eine Million Objekte.

Darunter befinden sich naturkundliche, geologische, archäologische und kulturhistorische Gegenstände zur Geschichte von Cottbus und der Region.

Die Geschichte des Stadtmuseums reicht bis ins Jahr 1887 zurück. Seit 2015 befindet es sich im historischen Sparkassengebäude in der Bahnhofstraße 22.

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Autor: Redaktion

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