In Cottbus haben sich Unbekannte gleich in zwei Fällen als Mitarbeitende eines Pflegedienstes ausgegeben, um in die Wohnungen älterer Menschen zu gelangen. Betroffen waren am Donnerstag die Max-Grünebaum-Straße und die Gartenstraße. Die Polizei warnt deshalb vor dieser Form des Trickbetrugs.
Trickbetrug: Senior wird bei angeblicher Reinigung misstrauisch
In der Max-Grünebaum-Straße erschienen zwei unbekannte Personen bei einem Senior und gaben sich als Reinigungskräfte eines Pflegedienstes aus.
Während sie angeblich die Wohnung reinigen wollten, sollte der Mann sitzen bleiben. Das kam ihm merkwürdig vor. Er setzte sich mit seinem Pflegedienst in Verbindung und erfuhr, dass dort keine Reinigung beauftragt worden war.
Nach Einschätzung der Polizei hatten es die Unbekannten offenbar auf Sparbücher abgesehen.
Zwei Frauen auch in der Gartenstraße
Einen ähnlichen Vorfall gab es am Donnerstagvormittag in der Gartenstraße. Dort ließ eine Seniorin zwei Frauen in ihre Wohnung, die sich zunächst als Mitarbeiterinnen eines Pflegedienstes ausgaben. Die beiden sahen sich nach Wertgegenständen um.
Als die Seniorin um ihre Medikamentengabe bat, bezeichneten sich die Frauen plötzlich als Reinigungskräfte. Anschließend verließen sie die Wohnung. Entwendet wurde nach Angaben der Polizei nichts.
Polizei warnt vor falschen Mitarbeitenden
Die Polizei nimmt die beiden Fälle zum Anlass, erneut vor solchen Maschen zu warnen.
Unbekannte geben sich immer wieder als Mitarbeitende von Pflegediensten, Behörden, Hausverwaltungen oder Handwerksbetrieben aus. Auch falsche Polizeibeamte, Gerichtsvollzieher, Postzusteller oder Monteure werden als Legende genutzt.
Das Ziel ist häufig, in die Wohnung zu gelangen. Während eine Person das Opfer beschäftigt, kann eine weitere Person unbemerkt nach Bargeld oder Wertgegenständen suchen.
Fremde nicht einfach in die Wohnung lassen
Die Polizei rät dazu, unbekannte Personen grundsätzlich nicht ohne Prüfung hereinzulassen. Wer behauptet, von einer Firma, Behörde oder einem Pflegedienst zu kommen, sollte zunächst überprüft werden. Am besten wird die jeweilige Stelle über eine selbst herausgesuchte Telefonnummer kontaktiert.
Wer Opfer eines solchen Vorfalls geworden ist oder einen entsprechenden Verdacht hat, sollte die Polizei informieren.
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Foto: Martin Borscht / Blaulichtreport Lausitz























