Spatenstich bei neuer Wasserstoff Testanlage. Foto: BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH

Wasserstoff-Testanlage in Schwarzheide: Sunfire startet Bau von Zukunftstechnologie

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Im Industriepark Lausitz in Schwarzheide entsteht eine neue Testanlage für die besonders effiziente Herstellung von grünem Wasserstoff. Sunfire hat gemeinsam mit dem Industriepark den offiziellen Spatenstich für die SOEC-Testanlage gesetzt. Dort soll die neueste und leistungsstärkste Produktgeneration des Unternehmens unter realen industriellen Bedingungen langfristig getestet werden.

Wasserstoff-Testanlage in Schwarzheide nutzt Abwärme

Das Besondere ist die eingesetzte Hochtemperatur-Elektrolyse, kurz SOEC. Dabei wird Wasserdampf genutzt, um Wasserstoff herzustellen. Ein entscheidender Vorteil am Standort Schwarzheide: Für den Prozess kann vorhandene Abwärme aus dem Industriepark eingesetzt werden.

Dadurch benötigt die Wasserstoffproduktion weniger elektrische Energie. Für die neueste Generation seiner SOEC-Elektrolyseure erwartet Sunfire nach eigenen Angaben einen Wirkungsgrad von bis zu 89 Prozent.

Mit den Tests in Schwarzheide will das Unternehmen weitere Erkenntnisse für den Einsatz der Technologie im großen industriellen Maßstab sammeln.

Technologie soll unter realen Bedingungen getestet werden

Die Anlage ist dabei nicht nur für kurzfristige Versuche gedacht. Sunfire will seine neue SOEC-Generation im Industriepark einer Langzeitvalidierung unter realen Einsatzbedingungen unterziehen.

Damit soll die Technologie auf ihren späteren kommerziellen Einsatz vorbereitet werden. Sunfire sieht insbesondere in der Nutzung industrieller Abwärme großes Potenzial, um die Kosten für grünen Wasserstoff zu reduzieren.

Die Inbetriebnahme der Testanlage ist für 2027 geplant.

Industriepark Lausitz sieht starkes Signal für Schwarzheide

Für den Industriepark ist die Ansiedlung zugleich ein neues Technologieprojekt für den Standort. Jürgen Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF InfraService & Solutions Lausitz GmbH, bezeichnet Sunfire als internationalen Technologieführer und sieht die Entscheidung für Schwarzheide als starkes Signal für die Attraktivität des Industrieparks.

Nach Angaben des Betreibers konnten die Voraussetzungen für den Netzanschluss der Anlage innerhalb kurzer Zeit geschaffen werden.

Sunfire beschäftigt in Deutschland mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und entwickelt Elektrolyseure auf Basis verschiedener Technologien. Die in Schwarzheide eingesetzte SOEC-Technologie wurde zuvor unter anderem im Forschungsprojekt H2Giga weiterentwickelt.

Lausitz wird zum Testfeld für Wasserstoff-Technologie

Mit dem Projekt bekommt die Lausitz einen weiteren Standort für die Entwicklung neuer Energietechnologien. In Schwarzheide soll nun gezeigt werden, wie sich vorhandene industrielle Abwärme und die Produktion von grünem Wasserstoff effizient miteinander verbinden lassen.

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Autor: Redaktion

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