Die Stadt Lauchhammer stellt sich klar hinter den Erhalt der Biotürme. In einer außerordentlichen Sitzung hat sich der Hauptausschuss am 19. August geschlossen dafür ausgesprochen, das denkmalgeschützte Industrieensemble zu sichern. Wie eine Sanierung finanziert werden kann, ist allerdings noch offen. Neue Chancen könnte ein Bundesförderprogramm für bedeutende Industrieanlagen in ehemaligen Braunkohleregionen bringen. Am 24. August soll dazu in Lauchhammer über mögliche Wege beraten werden.
Biotürme in Lauchhammer derzeit nicht begehbar
Die Biotürme benötigen eine Sanierung. Ihr aktueller baulicher Zustand lässt nach Angaben der Stadt inzwischen keine Führungen oder Begehungen mehr zu. Die Zukunft des Industriedenkmals ist schon länger ungeklärt. Das Projekt „Transformation 1535°“ (ERZ&KOHLE) war im Dezember 2025 wegen der angespannten finanziellen Situation der Stadt auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zunächst ruhend gestellt worden. Damit blieb auch offen, wie es langfristig mit den Biotürmen weitergeht.
Bundesprogramm könnte bei Sanierung helfen
Hoffnung setzt die Stadt nun auf das Förderprogramm InKult. Damit sollen bedeutende Industriegebäude und Anlagen in früheren Braunkohleregionen erhalten und weiterentwickelt werden können. Für Lauchhammer könnte das eine Möglichkeit sein, die notwendige Sanierung der Biotürme finanziell zu unterstützen. Ganz ohne eigene Mittel funktioniert die Förderung allerdings nicht.
Eigenanteil und Folgekosten bleiben Problem
Für die Nutzung der Fördergelder ist ein Eigenanteil erforderlich. Außerdem muss nachgewiesen werden, dass die späteren Kosten für Betrieb und Unterhaltung langfristig abgesichert sind. Genau hier liegt aktuell eine der größten Hürden. Die Stiftung Kunstgussmuseum und ihre gemeinnützige Tochtergesellschaft Transformation 1535° gGmbH, die Eigentümerin der Biotürme ist, können diese Voraussetzungen nach derzeitigem Stand nicht allein erfüllen.
Beratung zur Zukunft am 24. August
Wie es weitergeht, soll bei einem gemeinsamen Termin am 24. August 2026 in Lauchhammer besprochen werden. Die Beratung findet auf Einladung der Brandenburgischen Staatskanzlei statt. Dabei sollen Möglichkeiten geprüft werden, wie das unter Denkmalschutz stehende Industriedenkmal dauerhaft erhalten werden kann. Mit dem Beschluss des Hauptausschusses hat Lauchhammer bereits vorab ein deutliches Signal gesetzt: Die Biotürme sollen erhalten bleiben.
Foto: Stadt Lauchhammer, Heiko Jahn
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