In Branitz entsteht ein bundesweit einzigartiges Projekt für historische Parks und Gärten im Klimawandel: die neue Baumuniversität. Auf rund zwölf Hektar entwickelt die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz einen Standort, der Forschung, Gartendenkmalpflege, Gehölzvermehrung und Umweltbildung miteinander verbindet.
Rund 12 Millionen Euro fließen in das Projekt. Bis 2028 soll die Baumuniversität weiter ausgebaut werden.
Baumuniversität führt Pücklers Idee weiter
Die Baumuniversität knüpft an eine Idee an, die schon rund 180 Jahre alt ist. Fürst Hermann Pückler hatte in Branitz einst eine Baumschule angelegt. Heute wird daraus ein moderner Ort, an dem erforscht wird, wie historische Gartenanlagen mit Hitze, Trockenheit und anderen Folgen des Klimawandels umgehen können.
Forschung für historische Gärten im Klimawandel
Historische Parkanlagen stehen zunehmend unter Druck – lange Trockenphasen, Hitze und veränderte Standortbedingungen machen vielen Gehölzen zu schaffen. Genau hier setzt die Branitzer Baumuniversität an.
Auf dem Gelände entstehen unter anderem Versuchspflanzungen, Agroforstsysteme, Gewächshäuser und eine botanische Lebendsammlung. Dort soll erprobt werden, welche Pflanzen und Gehölze künftig besser mit den neuen klimatischen Bedingungen zurechtkommen.
Zwölf Hektar für neue Ideen
Die Baumuniversität umfasst rund zwölf Hektar, auf dieser Fläche werden praktische Gartenarbeit und wissenschaftliche Forschung zusammengeführt. Dazu gehören moderne Vermehrungsmethoden, neue Pflanzkonzepte und die Frage, wie wertvolle historische Gartenbilder langfristig erhalten bleiben können. Eine Rolle spielen dabei auch Projekte wie „In-Vitro“ und „Waldgarten“.
Insgesamt werden rund 12 Millionen Euro in die neue Baumuniversität investiert.
Neben Forschung und Gehölzvermehrung geht es auch um Umweltbildung. Der Standort soll zeigen, wie Klimaanpassung in historischen Gärten praktisch funktionieren kann und warum Parklandschaften heute neu gedacht werden müssen.
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