Das Aus der Glasmanufaktur Brandenburg (GMB) in Tschernitz ist endgültig. Wie der Insolvenzverwalter dem rbb mitgeteilt hat, wurde kein neuer Investor gefunden, der die Solarglasproduktion am Standort fortführen kann.
Damit endet zugleich die letzte Solarglasproduktion Europas.
Solarglasproduktion in Tschernitz: Investorensuche ohne Erfolg
Noch im April hatte der Insolvenzverwalter nach eigenen Angaben Gespräche mit einem Interessenten geführt. Eine Fortführung der Produktion kam jedoch nicht zustande.
Wie der Insolvenzverwalter dem rbb weiter erklärte, habe sich anschließend niemand mehr gemeldet, der in Tschernitz Glas produzieren und die dafür notwendige Finanzierung stemmen könne.
Inzwischen geht es deshalb um die Verwertung des vorhandenen Anlagevermögens sowie des Grundstücks.
Bürgermeister sorgt sich um Standort
Tschernitz‘ Bürgermeister Frank Zeißler reagierte enttäuscht auf die Entwicklung. Gegenüber dem rbb äußerte er die Hoffnung, dass das Gelände nicht in einzelne Teile zerlegt wird und am Ende eine Industriebrache mitten im Ort zurückbleibt.
Insolvenz bereits seit 2025
Die Glasmanufaktur Brandenburg hatte im Juli 2025 Insolvenz angemeldet. Als Hintergrund wurde damals die schwierige wirtschaftliche Lage der europäischen Solarindustrie genannt.
Das Unternehmen hatte bereits zuvor auf den starken Wettbewerbsdruck durch günstigere und teils subventionierte Produkte aus China hingewiesen.
Im Frühjahr 2026 wurde den zuletzt noch rund 160 Beschäftigten gekündigt.
Mit dem endgültigen Scheitern der Investorensuche steht nun fest: Die Produktion von Solarglas in Tschernitz wird nicht wieder aufgenommen.
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