In Gallun bei Mittenwalde ist die Amerikanische Faulbrut bei einem Bienenvolk nachgewiesen worden. Der Landkreis Dahme-Spreewald hat rund um den betroffenen Standort einen Sperrbezirk eingerichtet.
Sperrbezirk rund um den Fundort
Die Tierseuche wurde am 13. Juli amtlich festgestellt. Der Sperrbezirk umfasst einen Radius von einem Kilometer rund um den betroffenen Bienenstand. Alle Bienenvölker innerhalb dieses Bereichs werden nun von amtlichen Tierärzten untersucht. Die Sperre gilt mindestens zwei Monate und damit voraussichtlich bis Mitte September. Aufgehoben werden kann sie erst, wenn weitere Untersuchungen keine Erreger mehr nachweisen.
Für das erkrankte Bienenvolk wurde die Tötung angeordnet. Damit soll verhindert werden, dass sich die Krankheit auf weitere Bienenstände ausbreitet. Imker dürfen keine Bienenvölker in den Sperrbezirk bringen. Sie sollen ihre Brut regelmäßig kontrollieren und Auffälligkeiten sofort beim Veterinäramt melden.
Bei einem Verdacht dürfen unter anderem keine Völker, Waben, Geräte oder Honig zur Verfütterung an andere Standorte gebracht werden.
Amerikanische Faulbrut für Menschen ungefährlich
Die Amerikanische Faulbrut befällt ausschließlich die Larven und damit die Brut eines Bienenvolkes. Erwachsene Bienen erkranken nicht, können den Erreger aber weitertragen. Für Menschen besteht keine Gefahr. Auch Honig und andere Bienenprodukte können nach Angaben des Landkreises weiterhin bedenkenlos verzehrt werden.
Ausgelöst wird die Krankheit durch das Bakterium Paenibacillus larvae. Dessen Sporen können sich innerhalb eines Volkes und zwischen verschiedenen Bienenständen verbreiten.
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