In Cottbus sind von rund 920 Bauarbeitern nur etwa 40 Beschäftigte älter als 63 Jahre. Das teilt die IG BAU Südbrandenburg mit und fordert deshalb eine fairere Rentenregelung für Menschen in körperlich harten Berufen.
IG BAU fordert Flexi-Rente für harte Jobs
Ob Maurer, Dachdecker, Kanalbauer oder Straßenbauer: Viele Menschen auf dem Bau arbeiten täglich körperlich hart. Dazu kommen Hitze, Frost, Regen und Wind. Für die IG BAU Südbrandenburg ist deshalb klar: Viele Beschäftigte schaffen es gesundheitlich nicht bis zur regulären Rente. Bezirksvorsitzende Regina Grüneberg fordert eine sogenannte Flexi-Rente. Gemeint ist ein leichterer Übergang vom Arbeitsleben in den Ruhestand für Menschen, deren Job besonders belastend ist. Die Rente müsse stärker nach dem „Härtegrad der Arbeit“ bewertet werden.
Kritik an möglicher Abschaffung der Rente mit 63
Die Gewerkschaft warnt außerdem vor einer Abschaffung der Rente mit 63. Das würde aus Sicht der IG BAU viele Menschen treffen, die jahrzehntelang gearbeitet und Beiträge gezahlt haben. Allein in Cottbus gehen nach Angaben der Gewerkschaft in den kommenden zehn Jahren rund 14.500 Baby-Boomer in Rente. Die IG BAU beruft sich dabei auf Berechnungen des Pestel-Instituts.
Ein weiterer Punkt ist das Rentenniveau. Die IG BAU fordert eine feste Haltelinie von zunächst 48 Prozent. Langfristig müsse das Rentenniveau wieder auf mindestens 53 Prozent steigen. Die Gewerkschaft appelliert deshalb an die Bundestagsabgeordneten aus Cottbus und der Region, sich in Berlin für eine Korrektur der Rentenpläne einzusetzen.
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